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Bestätigt: Bundesliga in 3D kommt ab Januar 2011

Pro Spieltag wird die Liga-Tochter Sportcast ein Spiel pro Spieltag in 3D produzieren - mit deutlich mehr Kameras als bisher gewohnt.

02.09.2010, 17:16 Uhr
Browser© Diego Cervo / Fotolia.com

Es ist offiziell: die Fußball Bundesliga wird in naher Zukunft auch in 3D im deutschen Fernsehen zu sehen sein. Das hat die Deutsche Fußball Liga am Donnerstag offiziell bestätigt. Schon mit Beginn der Rückrunde wird jeweils eine Begegnung pro Spieltag in 3D übertragen. Das sind vor allem gute Nachrichten für den Pay-TV-Sender Sky, der ebenfalls am Donnerstag kommuniziert hatte, schon im Oktober einen eigenen 3D-Kanal starten zu wollen.

3D-Signal für alle Vertragspartner

Gerüchte zu 3D-Übertragungen in der höchsten deutschen Fußball-Spielklasse hatte es bereits häufiger gegeben. Zuletzt hatte Liga-Chef Christian Seifert sich zuversichtlich gezeigt, schon bald mit 3D-Spielen an den Start gehen zu können. Nun wurde bekannt, dass aus diesem Vorhaben ein Beschluss geworden ist.

Ab Mitte Januar 2011 werden alle Abonnenten des 3D-Kanals von Sky, die zusätzlich auch einen 3D-fähigen Fernseher besitzen, von den neuartigen Fußballübertragungen profitieren. Von Liga Total gibt es noch keine Informationen darüber, ob ein 3D-Programm bereits mit Beginn der Rückrunde angeboten wird. Die DFL legt der Telekom-Marke keine Steine in den Weg. Sie will allen interessierten Vertragspartnern das 3D-Signal zur Verfügung stellen, um etwaige Wettbewerbsvorteile von Anfang an auszuschließen.

"Als Innovationsführer im Bereich Fußballübertragung ist es für uns eine Verpflichtung, neue Wege zu gehen", sagt Tom Bender, DFL-Geschäftsführer Medien, Marketing und Kommunikation. "Wir arbeiten bereits seit einigen Jahren an der 3D-Technik. Nun ist der Zeitpunkt gekommen, sie auch in der Bundesliga einzusetzen, zumal das Interesse unserer Partner daran groß ist."

Erhöhtes Kamera-Aufkommen

Die DFL-Tochter Sportcast, die das Basissignal für alle 612 Spiele der Bundesliga und der 2. Bundesliga liefert, verfügt bereits heute über die entsprechend ausgelegten 3D-Produktionsmöglichkeiten. Hierzu gehören nicht nur spezielle 3D-Kameras, sondern auch ein neues Regie- und Kamerakonzept, das den speziellen Anforderungen der neuen Technik Rechnung trägt. Insgesamt werden bei der 3D-Spielproduktion deutlich mehr als die bisherigen maximal 14 Kameras pro Begegnung zum Einsatz kommen.

(Hayo Lücke)

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