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Berlin erhält kostenloses Internet per WLAN

In einem ersten Schritt wird die City West rund um den Kurfürstendamm und die City Ost zwischen Friedrichstraße und Unter den Linden per WLAN versorgt werden.

24.02.2009, 16:16 Uhr
Paar mit Laptop© Syda Productions / Fotolia.com

Nach dreijährigen Querelen hat der Berliner Senat nun grünes Licht für die Errichtung eines kostenlosen WLAN-Netzes in der Berliner Innenstadt gegeben.
Zwei Pilotprojekte in den Zentren
Die Wirtschafts- und Stadtentwicklungsverwaltung hat sich laut einem Bericht der "Berliner Morgenpost" auf zwei schon bald beginnende Pilotprojekte verständigt. Als erstes erhalten damit die Gebiete in der City West rund um den Kurfürstendamm und Tauentzien sowie das östliche Zentrum zwischen Friedrichstraße und Unter den Linden eine WLAN-Versorgung zum Surfen im Internet. Insbesondere der Berliner SPD-Chef Michael Müller hatte auf die Realisierung des WLAN-Projekts gedrängt, da dadurch die Attraktivität Berlins vor allem für junge Menschen erhöht würde.
Ampeln als Standort für Funkantennen
Ausgerechnet eine Parteifreundin, die Stadtenwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer, hatte mit ihrer Behörde lange Zeit Bedenken geäußert, die nunmehr aber ausgeräumt worden sind. Denn zunächst hatte geklärt werden müssen, an welchen Standorten die WLAN-Funkantennen das Stadtbild möglichst wenig stören. Genutzt werden sollen nun die Straßenampeln.
Erst nach erfolgreichem Verlauf der beiden Pilotprojekte will Berlin über ein flächendeckendes WLAN-Netz entscheiden. Wirtschaftssenator Harald Wolf von der Linken sieht aber "gute Chancen", dass die Testphase die technische Machbarkeit und die Verträglichkeit mit dem Stadtbild positiv belege. Stefan Ziller, Internet-Experte der Grünen, forderte einen möglichst einfachen Zugang zu dem kostenlosen WLAN-Netz.
Kostenlose WLAN-Projekte in anderen deutschen Städten
Projekte mit kostenlosen Funknetzen via WLAN gibt es auch in anderen deutschen Städten. In Aachen stehen etwa mit dem Öcher Netz rund 3.000 Hotspots zur Verfügung. Kostenlos kann darüber auf den Seiten der Stadt Aachen, der Aachener Hochschulen sowie der Online-Enzyklopädie Wikipedia gesurft werden. Bundesweit haben sich zudem Nutzer im Freifunk.net, einer nicht-kommerziellen Initiative für freie Funknetzwerke, zusammengeschlossen.

(Jörg Schamberg)

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