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Bericht: Hacker-Drohne "Snoopy" kann Daten von Smartphones und Tablets auslesen

Hacker haben laut "CNNMoney" eine Drohne namens "Snoopy" entwickelt, die sensible persönliche Daten auf Smartphones und Tablets ausspähen kann. Das Forschungsprojekt soll das Bewusstsein für die Verwundbarkeit mobiler Geräte schärfen.

25.03.2014, 14:01 Uhr
SMS schreiben© Andres Rodriguez / Fotolia.com

Nie war es für Geheimdienste und Cyberkriminelle einfacher an fremde Daten zu gelangen. Und ein weiterer möglicher Angriffsweg auf die Privatsphäre zeichnet sich bereits ab. "CNNMoney" berichtet auf seiner Webseite über eine von Hackern entwickelte Drohne, die angeblich die Daten von Smartphones auslesen kann. Das "Snoopy" getaufte Forschungsprojekt soll in der kommenden Woche in Singapur bei der "Black Hat" Cybersicherheitskonferenz vorgestellt werden.

Drohne gibt sich als bekanntes WLAN-Netzwerk aus

Erste Tests wurden laut dem Bericht bereits im Luftraum über London durchgeführt. Die Spionage-Technik der schwebenden Drohne kann mobile Endgeräte mit aktiviertem WLAN aufspüren. Snoopy nutzt dabei den Umstand, dass die mobilen Geräte mit bereits als bekannt gespeicherten WLAN-Netzwerken Kontakt aufnehmen. Die Drohne sendet ein Signal zurück und gibt sich als das gewünschte WLAN-Netzwerk aus.

Nach Verbindung des mobilen Geräts mit "Snoopy" kann die Drohne alle Daten empfangen, die über das entsprechende Smartphone bzw. Tablet empfangen und gesendet werden. Ausspähen lassen sollen sich nicht nur die besuchten Webseiten, Standortdaten, Nutzernamen und Passwörter, sondern auch die auf Internetseiten verwendeten Kreditkartendaten.

Zugriff auf umfangreiche sensible Daten

In einem Test in London konnte "CNNMoney" Snoopy bereits in Aktion erleben. In weniger als einer Stunde Flugzeit habe die Drohne Netzwerknamen und GPS-Koordinaten von rund 150 mobilen Endgeräten gesammelt. Dabei erhielt Snoopy Zugriff auf Nutzernamen und Passwörter für Konten bei Amazon, PayPal und Yahoo, die extra für diesen Test eingerichtet worden waren. Glenn Wilkinson, der die Technologie zusammen mit Daniel Cuthbert im Forschungslabor von Sensepost entwickelt hat, sieht sich selbst als ethisch verantwortlicher Hacker.

Mit dem Forschungsprojekt solle das Bewusstsein über die Verwundbarkeit mobiler Geräte geschärft werden. Die Gefahr der Drohnen-Technologie liege vor allem darin, dass die mobilen fliegenden Spione für Fußgänger in der Regel unsichtbar bleiben. Als Schutzmaßnahme könnten Verbraucher WLAN-Verbindungen deaktivieren, wenn diese nicht benötigt werden. Außerdem sollten die Schutzeinstellungen auf dem Gerät so eingestellt sein, dass eine Verbindungsaufnahme zu einem Netzwerk erst nach einer Bestätigung durch den Nutzer erfolgt.

(Jörg Schamberg)

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