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Bericht: Google bietet eine Milliarde Dollar für WhatsApp

Ende letzter Woche berichtete "Digital Trends", dass Google kurz vor der Übernahme von WhatsApp stehe und bereit sei, dafür über eine Milliarde Dollar zu zahlen.

08.04.2013, 10:51 Uhr
Google© Google

Schon lange ist Google mit den eigenen Messaging-Diensten unzufrieden – wie auch die Nutzer. Daran soll sich jetzt etwas ändern. Im letzten Monat berichtete "Geek", Google wolle die bestehenden Dienste unter dem Namen Google Babble oder Babel zusammenfassen. Ende letzter Woche zitierte "Digital Trends" einen Insider, dass Google kurz vor der Übernahme des beliebten Chat-Dienstes WhatsApp stehe und bereit sei, dafür über eine Milliarde Dollar zu zahlen.

Mit Chatdiensten bisher nicht erfolgreich

Die Verhandlungen mit WhatsApp würden schon vier oder fünf Wochen laufen. Es ginge wohl nur noch um den Kaufpreis, den WhatsApp auf über eine Milliarde Dollar getrieben habe.

Google hat im Laufe der Jahre einige Dienste veröffentlicht, über die sich kommunizieren lässt. Gmail ist als Webmailer fast unangefochten, die verschiedenen Chatdienste sind aber nie populär geworden. Dazu zählen Google Talk, Google Voice, Google+ Messenger, Google+ Hangouts und früher Google Buzz.

Eigenständig oder integriert?

Der Kauf von WhatsApp könnte das Ziel haben, einzelne Dienste abzulösen. Dennoch ist unklar, ob Google WhatsApp unter eigenem Namen und eigenständig weiterführen möchte wie seinerzeit YouTube als Submarke von Google, oder wie Microsoft dies mit Skype gemacht hat. WhatsApp lässt sich plattformübergreifend auf den meisten Smartphones nutzen.

Chat- und Messaging-Dienste gibt es schon sehr lange, bisherige Platzhirsche wie ICQ und AIM haben aber mit den Jahren an Bedeutung verloren. Facebook bindet derzeit über den Facebook Messenger viele junge Leute an sich. Andere in diesem Alter nutzen alternativ oder parallel WhatsApp.

Facebook zahlte über eine Milliarde Dollar für Instagram

Hohe Kaufpreise für schnell wachsende Startups sind nicht unüblich. Der Preis bemisst sich dabei aber selten am Umsatz. WhatsApp generiert jedoch Einnahmen über geringe Nutzungsgebühren und über Partnerschaften mit Netzbetreibern. Die hohen Preise sind meist eine Spekulation auf die Zukunft der Dienste. Vor fast genau einem Jahr hat Facebook eine Millarde Dollar für den Fotodienst Instagram gezahlt.

(Peter Giesecke)

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  • @OK.de Zuletzt kommentiert von Saskia am 10.04.2013 um 08:48 Uhr
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