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BenQ-Pleite: Gläubiger bekommen Geld zurück

Glück um Unglück: Die Gläubiger des insolventen Handyherstellers BenQ Mobile bekommen den Großteil ihres Geldes zurück. Mitarbeiter, Zulieferer und Geldgeber könnten davon ausgehen, rund 70 Prozent ihrer Forderungen zu erhalten.

01.12.2010, 20:01 Uhr (Quelle: DPA)
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Die Gläubiger des insolventen Handyherstellers BenQ Mobile bekommen den Großteil ihres Geldes zurück. Mitarbeiter, Zulieferer und die früheren Geldgeber könnten davon ausgehen, rund 70 Prozent ihrer Forderungen zu erhalten. "Das ist außergewöhnlich", sagte der Insolvenzverwalter Martin Prager am Dienstag in München.

Hohe Rückzahlungsquote

Mehr als 5.000 Gläubiger, unter anderem Zulieferer wie Infineon oder Balda, hatten insgesamt rund 1,3 Milliarden Euro an Forderungen angemeldet. Prager plant nach einer ersten Ausschüttung 2009, die übrigen 35 Prozent der Forderungen Mitte 2011 auszuzahlen. Bei anderen Pleiten liege die durchschnittliche Rückzahlungsquote bei drei bis zehn Prozent, sagte Prager. Dies ermögliche vor allem ein Vergleich mit dem taiwanesischen Qisda-Konzern (früher BenQ Corp.). Die einstige Konzernmutter habe Forderungen in Höhe von rund 450 Millionen Euro erlassen, im Gegenzug verzichteten die Verwalter etwa auf Klagen. "Die Taiwanesen werden keinen Cent aus diesem Verfahren kriegen", sagte Prager.

Die frühere Siemens-Handysparte mit mehr als 3.000 Beschäftigten hatte Ende 2006 Insolvenz angemeldet, nachdem der asiatische Mutterkonzern knapp ein Jahr nach Übernahme ihr den Geldhahn zugedreht hatte. BenQ wurde im Frühjahr 2007 zerschlagen. Aus den BenQ-Standorten in München und Kamp-Lintfort seien über zwei Auffanggesellschaften - von Siemens und einem EU-Fonds finanziert - bis Ende Mai 2008 rund 1750 Menschen vermittelt worden.

Prager rechnet mit einem Ende des gesamten Verfahrens in zwei bis vier Jahren, dann können auch er und sein Team sich auf mindestens sieben Millionen Euro plus Zuschläge Vergütung freuen, wie er selbst angab. "Wir haben eine super Arbeit geleistet. Aber abgerechnet wird am Schluss", sagte Prager.

(Marcel Petritz)

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