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BenQ Mobile: Hoffnung aus der Anonymität

Eine nicht näher bekannte Investorengruppe hat nach eigenen Angaben ein Übernahmeangebot für den insolventen Handyhersteller vorgelegt.

04.01.2007, 15:51 Uhr
Smartphone© goodluz / Fotolia.com

Besteht für einige ehemals bei BenQ Mobile angestellte Beschäftigte doch noch Hoffnung? Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa liegt dem zuständigen Insolvenzverwalter Martin Prager eine Offerte einer Investorengruppe vor. Das Angebot beinhalte konkrete Kaufpreisvorstellungen, heiße es in einer von einem Münchner Anwalt verbreiteten Schreiben. BenQ Mobile hatte am 1. Januar offiziell Insolvenz anmelden müssen, weil kein verwertbares Angebot vorgelegen hatte.
Handys für den US-Markt
Jetzt kommt ein Angebot von nicht näher bekannten Investoren, das Hoffnung machen soll. Nach Angaben der WirtschaftsWoche handelt es sich um Investoren mit "persönlichem Hintergrund in den Chef-Etagen der US-amerikanischen wie auch der deutschen Telekommunikations- und IT-Industrie". Dies sei einem Schreiben zu entnehmen, dass ein Münchner Anwalt im Namen der Investorengruppe verteilt habe. Nähere Details wurden nicht bekannt.
Weiter heißt es, die Entwicklung und Produktion der früheren Siemens-Handysparte solle fortgeführt werden. In erster Linie solle die Produktion auf den amerikanischen Markt abzielen. "Erstklassige Verbindungen" sollen den US-Vertrieb beflügeln. Allerdings sei für die Umsetzung des Angebotes auch die Unterstützung der Länder Bayern und Nordrhein-Westfalen sowie der Beschäftigungsfirmen, bei denen rund 2500 der ehemals 3000 BenQ-Mitarbeiter seit dem Jahreswechsel angestellt sind, Voraussetzung. Von Zulieferbetrieben habe das Konsortium bereits Unterstützung für seine Pläne signalisiert bekommen.

(Hayo Lücke)

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