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BenQ leidet unter Pleite der Handysparte

Konzernchef vpm BenQ bietet aufgrund eines fünf Mal höheren Verlustes gegenüber dem Vorjahr seinen Rücktritt an.

20.03.2007, 13:51 Uhr
Handy Telefonat© Yuri Arcurs / Fotolia.com

Die Pleite des Handy-Herstellers BenQ Mobile hat den taiwanesischen Mutterkonzern BenQ im vergangenen Jahr so stark in die roten Zahlen getrieben, dass der Konzernchef seinen Rücktritt angeboten hat.
BenQ-Chef übernimmt Verantwortung
Der Elektronikkonzern BenQ meldete heute in Taipeh für 2006 ein Minus von 834 Millionen US-Dollar (627 Millionen Euro), mehr als fünf Mal so viel wie im Vorjahr. "Konzernchef KY Lee hat heute Morgen seinen Rücktritt angeboten und übernimmt damit die Verantwortung für die schweren Verluste", hieß es. Dies sei jedoch abgelehnt worden. Der Vorstand wolle, dass Lee bleibe und BenQ schnellstmöglich zu alter Profitabilität zurückführe. Die Taiwaner stellen neben Mobiltelefonen auch Flachbildschirme und Laptops her.
BenQ hatte seiner deutschen Mobilfunktochter im September vergangenen Jahres den Geldhahn zugedreht und angekündigt, die ehemalige Handysparte von Siemens nach nur knapp einem Jahr dicht zu machen. Da sich kein Investor fand, wird BenQ Mobile derzeit abgewickelt.

(Hayo Lücke)

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