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BenQ kappt die Handyproduktion

Unternehmens-Chef will Produktions- und Fertigungskosten sparen. In diesem Zusammenhang wird es auch weniger neue Handys geben.

16.06.2005, 14:02 Uhr
Smartphone© goodluz / Fotolia.com

Fans von Siemens-Handys müssen wohl damit rechnen, dass sie künftig deutlich weniger Auswahl an neuen Modellen haben werden. Nach der Übernahme durch BenQ hat der taiwanesische Elektronikkonzern drastische Sparmaßnahmen in der Entwicklung und Fertigung angekündigt, um Verluste ausgleichen zu können und Kosten zu senken.
Produktionskosen senken
In einem Interview kündigte der BenQ-Chef Lee Kuen-Yao an, dass der Anteil der deutschen Werke an der Handy-Fertigung von aktuell 40 auf 20 Prozent halbiert werden soll. Aufgrund der hohen Produktionskosten in Deutschland, werde ein Teil der Fertigung nach Asien verlegt. Über das Schicksal der 6.000 Beschäftigten in der früheren Siemens-Handysparte, von denen die Hälfte in Deutschland arbeitet, will BenQ erst in einem Jahr entscheiden. Bis dahin gilt ein Standortsicherungsvertrag.
Weniger Handys
Lee kündigte ferner an, dass künftig pro Jahr nur noch 35 oder sogar deutlich weniger neue Modelle auf den Markt gebracht werden sollen. Hierbei wolle man sich in erster Linie auf Modelle im oberen Preissegment konzentrieren. Derzeit sind bei BenQ noch 45 Modelle in Planung, die in den kommenden Monaten vorgestellt werden sollen.

(Hayo Lücke)

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