Medienanstalt schreitet ein

Bekannte YouTuber: Bußgeld und Verfahren wegen Werbeverstößen

Die Medienanstalt Hamburg/Schleswig Holstein ist jetzt gegen die populären YouTuber "ApoRed" und "Leon Machère" sowie die Lifestyle-Bloggerin Lina Mallon vorgegangen. Bemängelt wurde etwa die nicht ausreichende Trennung von redaktionellen Inhalten und Werbung.

Jörg Schamberg, 14.12.2017, 16:02 Uhr (Quelle: DPA)
YouTube© YouTube LLC

Hamburg - Weil er das Impressum auf seinen Social-Media-Kanälen nicht vorschriftsmäßig angegeben hat, muss der YouTuber "ApoRed" eine Geldbuße in Höhe von 1.050 Euro zahlen. Wie die Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein am Donnerstag mitteilte, hat der Künstler bei YouTube, Instagram, Google Plus und Facebook gegen die Informationspflicht über eine Möglichkeit zur Kontaktaufnahme verstoßen. Allein auf YouTube hat "ApoRed" mehr als zwei Millionen Abonnenten seines Videokanals.

Mangelnde Kennzeichnung von Werbung

Eine ähnlich große Fangemeinde versammelt der YouTuber "Leon Machère" hinter sich. Er verletzt den Angaben zufolge mit drei der von ihm veröffentlichten Videos medienrechtliche Werbevorschriften: Bei zwei Videos handele es sich um Dauerwerbesendungen, die Videos seien jedoch weder zu Beginn noch während ihres Verlaufs mit einer entsprechenden Werbekennzeichnung versehen. Außerdem verstoße er mit einem dritten Video gegen das Schleichwerbeverbot. Wegen der Verstöße gegen Wettbewerbsbestimmungen sei ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen den YouTuber eingeleitet worden. Die Ordnungswidrigkeit könne mit einer Geldbuße von bis zu 500.000 Euro geahndet werden.

Auch bei vier Beiträgen von Lina Mallon, die auf ihrem Lifestyleblog sowie auf dem dazugehörigen Twitter-Account veröffentlicht wurden, habe die Medienanstalt Verstöße gegen die Bestimmungen zur Werbekennzeichnung festgestellt. Die Rezeptvorschläge und Beautyempfehlungen würden wie redaktionelle Inhalte wirken, seien jedoch in Zusammenarbeit bzw. im Auftrag von Unternehmen entstanden. Es handele sich dabei um Werbung, die jedoch nicht klar als solche erkennbar sei. Die Bloggerin solle die Verstöße nach einer förmlichen Beanstandung des Medienrates nun beheben.

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