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Bayern verbietet Handys während des Unterrichts

In Schulen Bayerns soll schon bald ein Handy-Verbot während des Unterrichts gelten. Wenn das Mobiltelefon doch klingelt, soll es von Lehrern einkassiert werden dürfen.

28.03.2006, 16:18 Uhr
SMS schreiben© Andres Rodriguez / Fotolia.com

Bayern verzichtet auf ein grundsätzliches Handy-Verbot an Schulen. Das Kabinett von Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) beschloss dafür stattdessen, künftig die Benutzung von Handys außer während des Unterrichts auch in den Pausen zu verbieten.
Handy aus, sonst Handy weg
Damit müssen die Mobiltelefone mit dem ersten Klingeln der Schulglocke ausgeschaltet werden und dürfen erst nach Unterrichtsende wieder angestellt werden, sagte ein Sprecher des bayerischen Kultusministeriums. Bei Verstößen werde das Handy einkassiert. Ausnahmen solle es nur in Absprache mit dem jeweiligen Lehrer geben dürfen, etwa wenn ein Schüler erkrankt ist. Wann die neue Regelung in Kraft treten wird, steht noch nicht fest.
Das bayerische Kabinett reagierte damit auf das Auftauchen von Porno- und Gewaltvideos auf Schülerhandys in Bayern. Es blieb allerdings hinter der Forderung von CSU-Generalsekretär Markus Söder nach einem allgemeinen Handy-Verbot an Schulen zurück. Dagegen hatte es breiten Widerstand von Lehrern, Kultusministern anderer Länder und Bildungsexperten gegeben.

(Hayo Lücke)

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