Förderbescheide

Bayern: Glasfaserausbau kann in weiteren Kommunen starten

Fördermittelbescheide in Höhe von fast 20 Millionen Euro hat der Freistaat Bayern jetzt an weitere 27 Gemeinden in Schwaben sowie Nieder- und Oberbayern verschickt. Auch der Glasfaserausbau in grauen Flecken könnte nun gefördert werden.

Jörg Schamberg, 19.03.2020, 15:01 Uhr
Highspeed Internet© Silvano Rebai / Fotolia.com

Das Thema Coronavirus beherrscht derzeit den Großteil der weltweiten Berichterstattung. Doch abseits davon fallen auch weiterhin andere Entscheidungen - etwa beim Glasfaserausbau in Deutschland. Der Freistaat Bayern verkündete beispielsweise am Donnerstag die Vergabe von fast 20 Millionen Euro an Fördermitteln für den Ausbau von schnellem Internet in Bayern. Profitieren sollen Kommunen, Rathäuser, Schulen und Krankenhäuser in Oberbayern, Niederbayern und Schwaben.

Millionen-Fördermittel für 27 weitere bayerische Gemeinden

13 Gemeinden aus Oberbayern sollen insgesamt rund 7,38 Millionen Euro Fördermittel erhalten. Über 5,16 Millionen Euro Förderung fließen an sechs Gemeinden aus Niederbayern. 8 Gemeinden aus Schwaben können sich auf insgesamt über 3,48 Millionen Euro Förderung freuen. Bereits 1.803 Gemeinden und somit 88 Prozent aller bayerischen Kommunen, haben laut Finanz- und Heimatminister Albert Füracker bereits einen Förderbescheid erhalten. "Unsere Breitband-Strategie ist genau richtig für Bayern und ermöglicht Glasfaser bis ins Haus. Die Gemeinden entscheiden im Rahmen ihrer kommunalen Planungshoheit wo dies geschieht", so der bayerische Landesminister.

In Oberbayern würden zusätzlich 52 Einrichtungen mit insgesamt über 1,47 Millionen Euro, in Schwaben sieben Einrichtungen mit insgesamt 194.731 Euro sowie in Niederbayern 45 Einrichtungen mit insgesamt rund 1,39 Millionen Euro von der bayerischen Richtlinie zur Förderung von Glasfaseranschlüssen und WLAN-Infrastruktur für öffentliche Schulen, Plankrankenhäuser und Rathäuser (GWLANR) profitieren.

Schnelles Internet für 99 Prozent der bayerischen Haushalte

In ganz Bayern würden bereits 2.018 von 2.056 aller Kommunen (98 Prozent) an dem bisherigen bayerischen Förderverfahren teilnehmen. Mindestens 99 Prozent der bayerischen Haushalte soll nach Abschluss der laufenden Baumaßnahmen mit schnellem Internet versorgt sein. Glasfaser soll möglichst bis in die Gebäude (FTTB) gebracht werden.

Beschleunigung auch von Anschlüssen in grauen NGA-Flecken

Bayern sei Vorreiter in Europa bei der Breitbandförderung, in Oberbayern sei etwa die Stadt Ebersberg als Pilotkommune mit dabei. Mit der neuen Gigabitrichtlinie könne Bayern als erste Region in Europa auch die Beschleunigung von Anschlüssen in grauen NGA-Flecken fördern, also dort, wo bereits schnelles Internet mit mind. 30 Mbit/s verfügbar sei, so Füracker.

Ganz Bayern soll gigabitfähige Breitbandnetze erhalten, so zumindest das Ziel der seit 2014 laufenden Breitbandinitiative des Freistaats. Über 95 Prozent der bayerischen Haushalte hätten bereits einen Zugang zu schnellem Internet erhalten. In keinem Bundesland werde mehr Glasfaser gebaut. Aktuell würden im Rahmen von Projekten über 51.000 Kilometer Glasfaserleitungen verlegt. Mehr als 770.000 Haushalte würden mit schnellem Internet versorgt.

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