Neue Gigabitrichtlinie

Bayern fördert Breitbandausbau in ersten grauen Flecken

Die neue Gigabitrichtlinie ermöglicht in Bayern nun auch die Förderung von Gebieten, in denen bereits Internetanschlüsse mit mindestens 30 Mbit/s verfügbar sind. Die drei ersten Gemeinden seien nun in die neue Förderung eingestiegen.

Jörg Schamberg, 17.04.2020, 12:27 Uhr
Kabeltrommel© Maimento / Fotolia.com

Rund 95 Prozent der Haushalte in Bayern sind bereits mit schnellem Internet von mindestens 30 Mbit/s versorgt. Die Breitbandversorgung des Freistaates in Land und Gewerbe sei deutschlandweit Spitze. "Die Bedeutung der Digitalisierung wird in den aktuellen Krisenzeiten immer deutlicher. Persönliche Kontakte werden auf ein Minimum reduziert, Videoschalten mit den Kollegen oder Online-Unterricht zu Hause ist derzeit für viele Menschen Alltag. Das geht nur mit einer gut ausgebauten Breitbandversorgung", so der bayerische Finanz- und Heimatminister Albert Füracker.

Graue Flecken: Erste Gemeinden profitieren von Förderung durch neue Gigabitrichtlinie

"Ein schneller Internetanschluss ist in Bayern aber kein Privileg der Städte: im ländlichen Raum sind wir mit über 87 Prozent deutschlandweit Spitzenreiter", so Füracker weiter. Die neue Gigabitrichtlinie ermögliche nun Bayern als erster Region in Europa die Beschleunigung von Anschlüssen in Bereichs, wo bereits schnelles Internet mit mindestens 30 Mbit/s verfügbar ist. Das sind die sogenannten grauen NGA-Flecken. Als erste Kommunen seien jetzt die beiden Oberpfälzer Gemeinden Barbing und Weding und die mittelfränkische Gemeinde Baiersdorf in das neue Förderverfahren eingestiegen. Etliche weitere Gemeinden würden eine Markterkundung vorbereiten.

Gigabit-Anschlüsse für über 50 Prozent der Gewerbestandorte verfügbar

Über die Hälfte (50,6 Prozent) der bayerischen Gewerbestandorte können auf Highspeed-Internet von 1 Gbit/s und mehr zugreifen. Bundesweit liege der Schnitt bei 30 Prozent.

Seit Ende 2013 seien in Bayern durch den Freistaat sowie Kommunen und Kommunikationsunternehmen mehr als 2,3 Millionen unversorgte Haushalte erstmals an das schnelle Internet angeschlossen worden. Es seien Bescheide über 1,09 Milliarden Euro für insgesamt 1.803 Kommunen ergangen. Bis 2025 plant Bayern flächendeckend Gigabit-Anschlüsse.

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