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Bayerische Gemeinde kämpft erfolgreich gegen "Hitler-Berg" bei Google Maps

Zunächst war die Gemeinde Wackersberg in ihrem Kampf gegen den "Hitler-Berg" bei Google Maps nicht erfolgreich. Doch nun lenkte Google doch ein - unter dem Druck der Öffentlichkeit.

23.01.2014, 10:52 Uhr (Quelle: DPA)
Google© Google

Erneut hat Google Ärger wegen der Verwendung des Namens Adolf Hitler. Die oberbayerische Gemeinde Wackersberg hat sich erfolgreich dagegen gewehrt, dass die Nutzer des Online-Kartendienstes Maps auf den Heigelkopf geleitet wurden, wenn sie den Suchbegriff Hitler-Berg eingaben.

Google reagierte lange Zeit nicht...

Während der NS-Diktatur hatte der rund 1.200 Meter hohe Berg so geheißen. Die Verknüpfung ist seit 2007 bekannt, doch scheiterten mehrere Anläufe der Feriengemeinde, dass sie von Google Maps beseitigt wird.

"Es ist uns völlig unverständlich, dass es Ihnen nicht gelingt, die Spuren im Internet entsprechend zu tilgen", schrieb der parteilose Wackersberger Bürgermeister Alois Bauer nach Auskunft vom Mittwoch an das Unternehmen. Der Rathauschef schloss auch rechtliche Schritte nicht aus.

... am Ende aber doch

So weit wird man in dem 3.000-Seelen-Ort aber nicht gehen müssen, denn offenbar hat Google am Ende doch eingelenkt. Am Donnerstagmorgen waren die Verknüpfungen nicht mehr aktiv. "Der Ort Hitler-Berg ist unbekannt" heißt es nun bei dem reichweitenstarken Kartendienst.

Anfang des Jahres war der Berliner Theodor-Heuss-Platz bei Google Maps von einem Nutzer in Adolf-Hitler-Platz umbenannt worden. Ein Administrator bei Google hatte versehentlich diese Änderung akzeptiert.

(Hayo Lücke)

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