News

Base macht Daten-Automatik zur Pflicht - Zusatzkosten drohen

Base hat seine Tarife überarbeitet. Nach Ablauf des Highspeed-Datenvolumens werden jetzt nach und nach drei kostenpflichtige Datenpakete aktiviert – bevor dann doch der Internetzugang wie gehabt bis zum Ende des Abrechnungsmonats auf 56 Kbit/s gedrosselt wird.

05.06.2014, 14:11 Uhr
Handy Telefonat© Yuri Arcurs / Fotolia.com

Der Mobilfunker Base hat seine Tarife überarbeitet. Bei den Internet-Optionen spricht er nun nicht mehr von Flatrates. Nach Ablauf des Highspeed-Datenvolumens werden jetzt nach und nach drei kostenpflichtige Datenpakete aktiviert – bevor dann doch der Internetzugang wie gehabt bis zum Ende des Abrechnungsmonats auf 56 Kbit/s gedrosselt wird.

Bis zu 15 Euro mehr pro Monat

Diese "Daten-Automatik" wurde zuvor schon in einigen Tarifen getestet, sie ist nun für alle Neukunden in allen Smartphone-Tarifen bindend. Auf den Nutzer können auf diese Weise Mehrkosten zukommen, denn die kostenpflichtigen Zusatz-Datenvolumen werden automatisch aktiviert. Abhängig vom Tarif werden 50 Megabyte für 1,50 Euro, 100 Megabyte für 2 Euro oder 750 Megabyte für 5 Euro hinzugebucht.

Da diese Nachbuchung in einem Abrechnungszeitraum dreimal geschehen kann, fällt die monatliche Rechnung unter Umständen um bis zu 15 Euro höher aus als bisher. Damit aber nicht genug. Werden diese drei Extra-Kontingente in drei aufeinander folgenden Monaten verbraucht, erfolgt automatisch der Wechsel in eine teurere Internet-Option mit mehr Highspeed-Datenvolumen. Dort bleibt der Kunde dann bis zum Ende der Vertragslaufzeit gefangen.

Der unbeliebten Drosselung des mobilen Internetzugangs entgeht der Nutzer auch mit den neuen Tarifen nicht. Sie setzt nur später ein. Das wiederum lässt sich Base teuer bezahlen. Und der Kunde hat keine Möglichkeit, dem zu entgehen, als selbst auf seinen Datenverbrauch aufzupassen. Aber wer macht das schon?

(Peter Giesecke)

Kommentieren Forum
Zum Seitenanfang