Kaspersky-Report

Banking-Trojaner: Deutsche Nutzer sind besonders gefährdet

Finanz-Malware verbreitet sich weltweit zunehmend. Ein Grund: Zwei Banking-Trojaner haben eine Allianz geschmiedet. Deutsche Nutzer sind besonders betroffen.

Marcel Petritz, 11.08.2016, 17:01 Uhr
Banking© adam36 / Fotolia.com

Moskau/Ingolstadt - Deutsche Nutzer wurden im zweiten Quartal 2016 besonders häufig von mobilen Banktrojanern und mobiler Ransomware attackiert. Dies teilt das IT-Sicherheitsunternehmen Kaspersky mit.

Über eine Million Angriffe

Laut eigenen Angaben hat Kaspersky zwischen April und Juni 2016 insgesamt 1.132.031 Finanz-Malware-Attacken registriert. Im Vergleich zum ersten Quartal 2016 bedeutet dies einen Anstieg um 15,6 Prozent. Einer der Gründe für die rasante Zunahme ist der Zusammenschluss zwischen den Hintermännern zweier führender Banking-Trojaner: "Gozi" und "Nymaim".

"Finanz-Malware ist derzeit sehr aktiv und entwickelt sich rasend schnell weiter", erklärt Denis Makrushin, Sicherheitsexperte bei Kaspersky Lab. "Neue Banking-Trojaner haben durch neue Module wie Ransomware ihre Funktionen signifikant ausgebaut. Falls Kriminelle keinen Erfolg beim Stehlen persönlicher Daten haben, verschlüsseln sie diese und fordern Lösegeld."

Aufkommen von Ransomware explodiert

Auf mobilen Geräten wie Smartphones oder Tablets stellen Banking-Trojaner eine immer größere Gefahr dar. So entdeckte Kaspersky im zweiten Quartal 2016 27.403 mobile Banking-Trojaner. Darüber hinaus wird auch Erpresser-Software (Ransomware) immer beliebter bei Internet-Kriminellen. Das Unternehmen hat 83.048 Installationspakete mobiler Erpresser-Trojaner aufgespürt - siebenmal mehr als im vierten Quartal 2015.

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