Neue Förderbescheide

Baden-Württemberg gibt 12,3 Millionen Euro für den Breitbandausbau frei

Förderbescheide für 30 Breitbandprojekte: Baden-Württemberg investiert weitere Fördermittel in Höhe von 12,3 Millionen Euro in den Breitbandausbau. Vor allem ländliche Regionen sollen mit schnellem Internet erschlossen werden.

Jörg Schamberg, 07.10.2016, 16:47 Uhr
DorfBaden-Württemberg will mit Fördermitteln den Breitbandausbau auch in ländlichen Regionen voranbringen. (Symbolbild)© mirpic / Fotolia.com

Stuttgart – In Baden-Württemberg soll es vorangehen beim Schließen der noch in dem Bundesland vorhandenen weißen Flecken, den ländlichen Regionen ohne oder mit nur unzureichender Internetversorgung. Am Donnerstag überreichte der baden-württembergische Digitalisierungsminister Thomas Strobl 72 Breitbandförderbescheide in Höhe von insgesamt 12,3 Millionen Euro an die Vertreter von Kommunen und Landkreisen. Die Fördermittel sollen in 30 Breitbandprojekte fließen.

Bauphase in Gemeinden und Landkreisen kann starten

"Dort, wo die privaten Telekommunikationsunternehmen kein schnelles Internet ausbauen oder betreiben, bezuschusst das Land die Planung und den Aufbau kommunaler Netzinfrastrukturen. Damit tragen wir entscheidend zur Standortqualität bei", sagte Minister Strobl. "Der Breitbandausbau ist entscheidend dafür, wie erfolgreich sich die Digitalisierungsstrategie des Landes insgesamt umsetzen lässt – und dafür, wie sich Baden-Württemberg im internationalen Standortwettbewerb behauptet", so Strobl weiter.

Die Höhe der Fördermittel für einzelne Projekte fällt recht unterschiedlich aus. Die Gemeinde Westerheim hatte laut Bericht der "Schwäbischen Zeitung" nur knapp 10.000 Euro für ein kleines Mitverlegungsprojekt beantragt. Dagegen genehmigte das Ministerium beispielsweise der Gemeinde Westerstetten einen Förderbetrag von 307.655 Euro.

In den kleinen Gemeinden und den Landkreisen könne nun die Bauphase beginnen und die geplanten Glasfasernetze realisiert werden. Seit dem 1. Oktober ist nun das Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration unter Strobl für den Breitbandausbau verantwortlich. Zuvor lag die Zuständigkeit im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz.

Kosteneinsparung bei Tiefbauarbeiten

Strobl betonte, dass viele Kommunen bemüht seien, die Kosten für die Schaffung von schnelleren Internetanschlüssen zu senken. "Die Kommunen sparen bis zu 30 Prozent bei den Tiefbauinvestitionen, wenn sie den Breitbandausbau mit anderen örtlichen Baumaßnahmen kombinieren", erläuterte Strobl.

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