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Axel Springer zeigt Interesse an Scout24-Gruppe

Mathias Döpfner, Chef des Verlages Axel Springer, wird sich die Scout24-Gruppe laut einem Interview mit dem WSJ anschauen, wenn sie zum Verkauf steht.

30.01.2013, 12:01 Uhr
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"Sollte die Scout-Gruppe zum Verkauf stehen, wären wir geradezu verpflichtet, uns das anzuschauen." Mit diesen Worten bekundet Mathias Döpfner, Chef des Axel Springer Verlags, Interesse an der Scout24-Gruppe. Die Deutsche Telekom möchte sich angeblich von dieser Beteilung trennen. Im Interview mit dem "Wall Street Journal" (WSJ) Deutschland führt er weiter aus: "Ob wir uns auf eine Bewertung einigen könnten, ob wir die Gruppe kaufen würden, ob sie überhaupt zum Verkauf steht, ist aber noch offen."

Alle Portale oder nur einzelne?

Laut Financial Times soll die Telekom bereits erste Gespräche über den Verkauf führen. Einem Insider zufolge könnte der Verkauf der gesamten Scout24-Gruppe bis zu 1,5 Milliarden Euro bringen. Eine Aufspaltung sei aber auch möglich. So wurde schon vor über einer Woche spekuliert, der Verlag Axel Springer könnte Interesse nur an einzelnen Scout24-Portalen haben, um eigene Angebote zu ergänzen.

Zur Scout-Gruppe gehören sechs Portale in 22 Ländern, vornehmlich in Europa. Die bekanntesten sind Autoscout24 und Immobilienscout24. Letzteres ist mit mehr als 7 Millionen Besuchern der größte Marktplatz für Wohnungen und Häuser in Deutschland. Autoscout24 hat hierzulande 13 Millionen Nutzer. Die damalige Telekomtochter T-Online International hatte die Scout-Gruppe 2004 für 180 Millionen Euro gekauft.

ProSiebenSat.1 ist vom Tisch

Das Interesse am Fernsehsender ProSiebenSat.1 hat der Springer-Konzern dagegen laut WSJ nahezu verloren. Eine Übernahme war vor einigen Jahren geplant, wurde jedoch nach kartellrechtlichen Bedenken fallen gelassen. Döpfner zufolge sei es "zunehmend unwahrscheinlich", der Verlag biete selbst bewegte Bilder an – zum Beispiel ab Sommer die Highlights der Fußball Bundesliga.

(Peter Giesecke)

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