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AVM weist Gigasets DECT-Patentklage zurück

AVM, Hersteller von Routern und DECT-Telefonen, weist den Vorwurf der Patentverletzung innerhalb des DECT-GAP Standards für schnurlose Telefone zurück. Gigaset will AVM per Klage untersagen herstellerspezifische Protokolle mit Hilfe von DECT auszuführen.

24.10.2011, 19:31 Uhr
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

AVM sieht sich, einer Klage von Gigaset Communications ausgesetzt. Der Spezialist für DECT-Schnurlostelefone wirft den Berlinern eine Patentverletzung vor. AVM bietet in seinem Produktsortiment unter anderem auch eigene DECT-Telefone wie das Fritz! Fon MT-D, MT-F oder das Fritz!Fon C-3 an.

AVM erwartet keine Konsequenzen aus Klage

Laut Gigaset habe sich AVM über Patente innerhalb des herstellerübergreifenden DECT-GAP Standards für schnurlose Telefone hinweggesetzt. Nach Angaben von AVM will Gigaset dem Unternehmen mit der Klage untersagen, herstellerspezifische Protokolle mit Hilfe von DECT auszuführen. Diese Protokolle sind ein Teil der Betriebssoftware und ermöglichen beispielsweise die Übertragung von Sondermeldungen wie Softkeys oder die Einstellung der Landessprache auf ein DECT-Mobilteil.

AVM weist darauf hin, dass der DECT-Standard bereits seit 1996 die herstellerspezifischen Protokolle "in jeglicher Form" ausdrücklich vorsehe. Daher weist das Berliner Unternehmen die Gigaset-Klage und den Vorwurf der Patentverletzung "entschieden" zurück. AVM rechnet nach eigenen Angaben nicht mit Konsequenzen aus der Klage.

(Jörg Schamberg)

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