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AVM warnt: Telefonbetrüger suchen gezielt nach Fritz!Boxen ohne Sicherheitsupdate

Im Februar waren die Fritz!Box-Router von AVM mit aktiviertem Fernzugriff von einer schweren Sicherheitslücke betroffen. Laut AVM hätten immer noch etliche Nutzer ihren Router nicht mit einem Update aktualisiert. Telefonbetrüger nutzen dies derzeit gezielt aus.

29.09.2014, 17:46 Uhr
Datenaustausch© violetkaipa / Fotolia.com

Die Fritz!Box-Router des Berliner Herstellers AVM sind in vielen deutschen Haushalten zu finden. Im Februar sorgte allerdings eine Sicherheitslücke bei Fritz!Boxen mit aktiviertem Fernzugriff für erheblichen Wirbel. Innerhalb kürzester Zeit stellte AVM für alle WLAN-Router Notfall-Updates bereit und empfahl seinen Kunden die umgehende Installation.

Ohne Sicherheitsupdate drohen hohe Telefonkosten

Offenbar haben sich aber nicht alle Nutzer an den Rat der Berliner gehalten: Wie AVM aktuell auf seiner Homepage informiert, gibt es immer noch Router mit aktiviertem Fernzugriff (Port 443) und Telefoniefunktion per VoIP oder Festnetz, die weiterhin ohne entsprechendes Sicherheitsupdate genutzt werden. Telefonbetrüger würden laut AVM derzeit gezielt solche Router für Angriffe suchen.

Die Sicherheitslücke konnten Nutzer durch Installation der bereitgestellten Updates schon vor Monaten schließen. Anwender, die ihren Router nicht aktualisiert und zudem keine neuen Kennwörter vergeben haben, riskieren nach Angaben von AVM dagegen hohe Telefonkosten, wenn die Telefonbetrüger die Router missbräuchlich für Telefonverbindungen beispielsweise nach Kuba, Sierra Leone oder Afghanistan nutzen.

Das Problem betreffe allerdings nur einen kleinen Teil der Fritz!Box-Anwender. Informationen zu den Sicherheitsupdates für die AVM-Produkte hat der Hersteller online bereitgestellt.

(Jörg Schamberg)

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