News

AVM einer der heißesten VoIP-Trends

Konvergenz war das Zauberwort der CeBIT 2006: Festnetz und VoIP in Einem oder doch lieber mobil bleiben mit GSM und WLAN – was bringt die Zukunft?

17.03.2006, 11:32 Uhr
CeBIT© CeBIT

Die CeBIT 2006 ist vorbei, die Stimmung verhalten freudig. Zwar kamen dieses Jahr weniger Besucher zur Messe, die schlossen aber mehr Verträge mit den Ausstellern ab. Eine Umfrage von Steria Mummert Consulting bestätigte VoIP auch dieses Jahr einen hohen Stellenwert. Während das Thema im vergangenen Jahr noch hauptsächlich vom Hype der Branche lebte, präsentierten die Anbieter diesmal dem interessierten Publikum handfesten Lösungen für die Telefonie der Zukunft.
Das All-in-One Hit-Wonder
Der Hardware-Hersteller, der für das meiste Aufsehen in Sachen VoIP sorgte, war sicher AVM mit seinem All-in-One Hit FT 7150 D. Das VoIP-Telefon hat gutes Potenzial, die Erfolgsgeschichte fortzuschreiben, die mit dem Verkaufsschlager Fritz!Box begann. Äußerlich erscheint es wie ein typisches modernes DECT-Telefon. In der Basis verbirgt sich aber noch vielmehr: DSL-Modem und Router sind bereits integriert, ebenso wie Anrufbeantworter und Anschlüsse fürs Analog- oder ISDN-Festnetz. Aber auch das Fritz! Mini konnte begeistern: hinter der etwas groß geratenen ipod-Maske stecken VoIP-WLAN-Telefon und Music-Player, beides mit HiFi-Klangqualität.
Mobil und WLAN tun sich zusammen
Während bei AVM schnurloser Komfort für zu Hause angesagt ist, starten die beiden größten Dienste-Anbieter mit Mobilfunk-Festnetz-Zwittern. So kündigte Arcor für den Sommer den Marktstart eines Dual-Mode Handys an, das GSM und WLAN in Einem bieten wird. Gemeinsam mit Vodafone D2 sollen damit für den Kunden bequeme Paketlösungen angeboten werden, die unterwegs Anbindung ans Handy- und zu Hause ans IP-Netz bieten. Über die Wahl der Hardware scheinen sich die Blauen aus Eschborn allerdings noch nicht einig und zeigten stattdessen gleich 20 Telefone von drei Herstellern, die für die zukünftigen Services geeignet sind. Ganz anders die rosa Konkurrenz: bei der Deutschen Telekom präsentierte man eine ganz ähnliche Idee und ist sich offensichtlich auch schon über die Hardware-Auswahl einig. T-One soll das Angebot aus Mobilfunk und VoIP über WLAN hier heißen, die Anbindung unterwegs an das GSM-Netz übernimmt – natürlich – T-Mobile. Das TC 300 soll das passende Dual Phone dazu werden, in den kommenden Monaten werden laut Telekom die Nokia-Modelle E60 und N80 folgen. Marktstart wird auch hier aller Voraussicht nach im Sommer sein.
Kaum da, trotzdem der Star
Ein Unternehmen hat auf der CeBIT ebenfalls für viele Neuheiten gesorgt – obwohl es nicht mal mit einem Stand vertreten war. VoIP-Anbieter Skype bringt mit seinen mehr als 70 Millionen Kunden weltweit die Hardware-Hersteller derart in Wallung, das kaum einer auf die Präsentation passender Hardware zu diesem Dienst verzichtete. Bemerkenswert dabei: die Lösungen, Skype jenseits des Computer-Bildschirms zu nutzen, werden immer zahlreicher. So gab es neben den schon obligatorischen Headsets, auch eine ganze Palette Skype-Hardware von Topcom zu sehen, vom einfachen USB-Telefon bis hin zum DECT-Handheld. Ähnliches zeigte auch DeTeWe mit dem vorgestellten BeeTel 672 VoIP, einem DECT-Telefon mit Farbdisplay und "Sicherheitsleine" ins analoge Festnetz.
Großes Publikumsinteresse
Großes Interesse beim Publikum und somit eine positive CeBIT-Bilanz zog auch VoIP-Anbieter sipgate. Mehrere tausend Besucher informierten sich bei den Düsseldorfern über die neuesten Services und Trends in Sachen Hardware. Besondere Aufmerksamkeit erhielt dabei das neue UTStarcom GF200. Was aussieht, wie ein modernes kleines Handy, ist ebenfalls ein Dual-Mode Gerät für GSM und WLAN. Mit Farbdisplay, polyphonen Klingeltönen und Triband-GPRS bringt es alles mit, was ein Mobilfunker sich wünscht und bietet zusätzlich VoIP-Tauglichkeit. Alle Geräte werden in den kommenden Monaten auf den Markt kommen.

(Aleksandra Leon)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang