Wettrüsten

Autohersteller e.Go nutzt ab August Vodafones 5G-Netz

Der Aachener Elektroauto-Hersteller e.Go will schon bald 5G-Funk in der Produktion einsetzen und arbeitet dafür mit Vodafone zusammen. Noch im Sommer soll im Campusnetz über 5G gefunkt werden.

Melanie Zecher, 19.06.2019, 15:15 Uhr (Quelle: DPA)
Elektromobilität© Ben Chams / Fotolia.com

Aachen - Nach dem Ende der Auktion von 5G-Mobilfunkfrequenzen will der Elektroautohersteller e.Go seine Produktion noch in diesem Sommer auf den neuen Übertragungsstandard umstellen. E.Go und Vodafone kündigten am Dienstag an, ab August über 5G zu funken. Auf dem Werk in Aachen wurde eine neue Technik in Betrieb genommen, die schon jetzt eine superschnelle Datenverarbeitung in einem sogenannten Campusnetz ermöglicht - die Daten von e.Go verlassen also zunächst nicht die Anlage und sind damit besonders sicher. Betrieben wird das Campusnetz von Vodafone.

Effizientere Produktion durch 5G

Das Start-up e.Go hat erst im März seine Serienproduktion aufgenommen, bis Jahresende sollen 3.000 Stromer fertig werden. Danach soll eine Produktionskapazität von bis zu 30.000 Autos im Jahr möglich sein. Die neue Vernetzung mache die Arbeitsabläufe wesentlich effizienter, sagte e.Go-Chef Günther Schuh bei der Vorstellung der eingesetzten Funktechnologien.

Große Teile des Netzes - das "Backbone" - sind nach Vodafone-Angaben schon jetzt auf 5G-Level. Sie werden also nicht ausgetauscht, wenn auf die 5. Mobilfunkgeneration umgestellt wird. Nur 36 Funkantennen, die seit Dienstag noch in LTE funken, werden im August erneuert.

Was macht die Konkurrenz?

Der Autohersteller Mercedes-Benz Cars rüstet sich ebenfalls für 5G. Zusammen mit Telefónica Deutschland und dem Netzwerkausrüster Ericsson sill in der "Factory 56" im Mercedes-Benz-Werk in Sindelfingen ein 5G-Netz aufgebaut werden. Dieses Netz will Mercedes-Benz Cars nach der Fertigstellung selbst betreiben.

Bei anderen Unternehmen, die nicht mit Mobilfunkanbietern zusammenarbeiten, wird es wohl etwas länger bis zur 5G-Produktion dauern. Dies liegt auch daran, dass sie eigene Frequenzblöcke nutzen wollen - diese Blöcke müssen aber erst noch von der Bundesnetzagentur zugeteilt werden.

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