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Aus für VoIP-Dienst Jajah

Er bot in 200 Ländern seinen VoIP-Dienst an, war in Kalifornien und Israel zu Hause und erweiterte sein Anbebot stets mit zeitgemäßen Zusatz-Apps. Trotzdem kann Jajah sich nicht halten: Der Telefondienst schließt 2014 die Tore.

03.12.2013, 00:01 Uhr
Internet© Daniel Fleck / Fotolia.com

Gegen den Marktführer Skype von Microsoft kam er offenbar nicht an: Der webbasierte Internet-Telefonie-Dienst Jajah stellt zum 31. Januar kommenden Jahres den Dienst ein. Das hat der Betreiber auf dem Jajah-Internetportal bekanntgegeben. Offizielle Gründe werden nicht genannt.

Jajah zahlt Guthaben zurück

Wer ein Jajah-Konto hat, kann das Guthaben noch bis Monatsende verbrauchen. Größere Guthaben können auch erstattet werden. Dazu hat Jajah seinen Nutzern eine Antragsseite bereitgestellt.

Das Telekommunikations-Unternehmen Telefónica kaufte den 2005 gegründeten Dienst Jajah Ende 2009 für 145 Millionen Euro. Damals waren nach Unternehmensangaben 15 Millionen Nutzer am Dienst angemeldet.

Die Gründer Roman Scharf und Daniel Mattes aus Österreich waren nach Angaben von "Fururezone.at" seit dem Verkauf nicht mehr an Jajah beteiligt. Mattes gründete offenbar den Bezahldienst Jumio, Scharf steht am Steuer der Künstler-Plattform Talenthouse.

Für Jajah brauchten die Kunden keine Extra Hard- oder Software. Die Anrufer gaben ihre Telefonnummer und die des Gesprächspartners in ein Webformular ein und der Dienst verband beide miteinander. Verbindungen zwischen Jajah-Nutzern in 41 Ländern waren kostenlos, darüber hinaus wurden Telefonate minutenweise in Rechnung gestellt.

Das Unternehmen aus Österreich betrieb Niederlassungen in Kalifornien und Israel und bot seine Dienste in rund 200 Ländern an. Obwohl der Dienst um eine Mobilfunk-Lösung, die Callthrough-Variante Jajah Direct und einen integrierbaren Anrufbutton erweitert wurde, konnte er sich offenbar nicht dauerhaft im Markt behaupten.

(Dorothee Monreal)

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