Mobilfunknutzung im EU-Ausland

Aus für Roaming-Gebühren bringt Ersparnis von rund 144 Euro pro Jahr

Zum Stichtag 15. Juni 2017 entfallen im EU-Ausland die Roaming-Zuschläge bei der Mobilfunknutzung. Deutsche Handynutzer können in EU-Ländern nun zu Inlandskonditionen telefonieren, simsen und surfen.

Mobiles Internet im UrlaubSurfen mit dem Tablet in Paris ist ab sofort zu Inlandspreisen möglich.© goodluz / Fotolia.com

Brüssel - Für Reisende in der EU entfallen von diesem Donnerstag an die Roaming-Gebühren bei der Handynutzung. Bürger können damit innerhalb der EU mit ihren Mobilgeräten telefonieren, SMS schreiben und Datendienste nutzen, ohne Zusatzkosten fürchten zu müssen. In Kürze soll die Neuregelung zudem auch für Reisen nach Island, Liechtenstein und Norwegen gelten. Die Ersparnis für Handynutzer in Deutschland werde auf durchschnittlich 144 Euro pro Jahr geschätzt, teilte die EU-Kommission mit.

EU-Politiker: Roaming-Abschaffung einer der größten EU-Erfolge

Führende EU-Politiker wie Parlamentspräsident Antonio Tajani und Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker bezeichneten die Abschaffung der Roaming-Gebühren in einer gemeinsamen Stellungnahme als einen der "größten und offensichtlichsten Erfolge der EU". Bei der Europäischen Union gehe es darum, die Menschen einander näher zu bringen und ihnen das Leben zu erleichtern, kommentierten sie.

Man sei zuversichtlich, dass die Mobilfunkanbieter die neuen Vorschriften zum Vorteil ihrer Kunden nutzen würden. Die Unternehmen hätten schließlich zwei Jahre Zeit gehabt, um sich auf das Ende der Roaming-Gebühren einzustellen.

Jörg Schamberg / Quelle: DPA

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