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Aus für Google News in Spanien: Lieber schließen als zahlen

Google wird seine Nachrichten-Plattform Google News in Spanien am 16. Dezember schließen und auch die Links zu sämtlichen spanischen Publikation aus den Google-News-Angeboten in anderen Ländern entfernen. Ein neues Gesetz hätte Google ab Januar zu Zahlungen an die Verlage verpflichtet.

11.12.2014, 09:55 Uhr
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Google wird seine Nachrichten-Plattform Google News in Spanien am 16. Dezember schließen und auch die Links zu sämtlichen spanischen Publikation aus den Google-News-Angeboten in anderen Ländern entfernen. Ein neues Gesetz hätte Google ab Januar zu Zahlungen an die Verlage verpflichtet.

Spanische Verlage müssen Rechnung stellen

Die Verlage müssen dann eine Rechnung stellen, wenn ihre Artikel auf Google News unter Nennung von Überschrift und Snippet verlinkt sind - laut Google ob sie nun wollen oder nicht. Die Medien sprechen auch von einer Google-Gebühr.

Der für Google News verantwortliche Manager Richard Gingras begründete den Schritt damit, dass der Dienst nicht mehr zu finanzieren sei. Das spanische Google News zeigt keine Werbung an. Den Nachrichten-Aggregator gibt es laut Unternehmen in 70 Ländern.

Deutsche Verlage erlauben Gratisnutzung

In Deutschland gibt es einen ähnlichen Konflikt zwischen Google und den Verlagen. Das Leistungsschutzrecht ermöglicht es hierzulande aber, dass die Verlage auf eine Zahlung verzichten können. Dieser Unterschied hat es Google ermöglicht, das Gesetz faktisch auszuhebeln.

Google kündigte an, die Artikel von einigen Verlagen, die Google gemäß Gesetz zur Kasse bitten wollten, nur noch mit Überschrift, aber ohne Textauszug auf Google News verlinken zu wollen. Die Verlage lenkten daraufhin ein und erlaubten die Gratisnutzung.

(Peter Giesecke)

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