Neues IP-Netz

Aus für ATM: Telekom schaltet alte Technik nach IP-Umstellung ab

An rund 20.000 Standorten bundesweit nimmt die Telekom auf der ATM-Technik basierende alte Hardware vom Netz. Möglich wird dies durch die nahezu abgeschlossene Umstellung der Kunden auf IP.

Jörg Schamberg, 04.03.2020, 11:30 Uhr
Telekom© Deutsche Telekom AG

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die Festnetzanschlüsse von rund 25 Millionen Kunden auf die IP-Technik umgestellt. Für Privatkunden laufen nach Angaben des Bonner Konzerns derzeit die "letzten Handgriffe". Die Umstellung der Geschäftskunden soll in diesem Jahr abgeschlossen werden. Der Einsatz neuer Technik bedeutet aber zugleich: Bestehende Hardware der Telekom wird nicht mehr benötigt.

ATM-Technologie nicht mehr fit für künftige Anforderungen

"Durch den konsequenten Wechsel auf IP haben wir viel Alt-Technik, die wir ungenutzt in unseren Betriebsstätten stehen haben und abschalten wollen", erklärt Karten Lebahn, für die IP-Transformation zuständiger Programm-Manager der Telekom in einem Blog-Post des Unternehmens. Diese Hardware basiere auf ATM (Asynchronus Transfer Mode). Diese Technologie wurde seit dem Ende der 80er Jahre für das ISDN-Netz in Deutschland genutzt. Nach gut drei Jahrzehnten sei ATM nun am Ende und nicht mehr fit für die künftigen Anforderungen der Kunden an Geschwindigkeit und Komfort. Über die alte Technik seien früher Produkte mit 1 Mbit/s bis 6 Mbit/s realisiert worden. Ein weiterer wichtiger Punkt: Die Ersatzteile für die in die Jahre gekommene Hardware werde knapp. Bundesweit nehme die Telekom daher nun ATM-Technik außer Betrieb.

Durch die Abschaltung werde Energie eingespart. Konkret würden in Vermittlungsstellen oder in den grauen Multifunktionskästen am Straßenrand die entsprechende nicht mehr benötigte Hardware (DSLAM - Digital Subscriber Line Access Multiplexer) abgeschaltet. Durch die Umstellung von der ATM/ISDN-Technik auf das neue BNG-Netz (Broadband Network Gateway) sei die Netzstruktur vereinfacht und internetbasiert sowie die Zahl der Knotenpunkte erheblich reduziert worden. Laut Telekom werde das Netz dadurch schneller und zuverlässiger.

Vorteile für Kunden durch IP-Umstellung

Die Abschaltung ausrangierter ATM-Hardware führe die Telekom jetzt bundesweit an rund 20.000 Standorten durch. Die alte Technik wartet auf die Verwertung. Der wichtigste Vorteil der neuen Technik im IP-Netz für die Kunden sei die höhere Bandbreite. "Wir haben jetzt die Möglichkeit, unseren Kunden 250 Megabit bis 1 Gigabit pro Sekunde an Bandbreite anzubieten. Das ist ein echtes Pfund", so Telekom-Manager Lebahn. Aber auch Entstörungen sollen schneller erfolgen können. Außerdem werde viel Strom gespart, da die energiefressenden Alt-Techniken vom Netz genommen werden.

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