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Auch Nachbarn wollen Breitband für alle

Eutelsat will mit Tooway auch die "weißen Flecken" Frankreichs erschließen. 2010 soll der Dienst europaweit auf DSL-Niveau verfügbar sein.

Paar mit Laptop© Syda Productions / Fotolia.com
Es geht voran – jedenfalls auf dem Papier: Bis 2010 sollen in Deutschland mittels Konjunkturpaket auch die "Weißen Flecken" dieses Landes über Breitbandanschluss verfügen. Doch auch Westeuropa ist nicht untätig: So hat sich die französische Regierung mit dem Plan "Digital France 2012" die Breitbandversorgung ihrer Bevölkerung bis zum Jahre 2012 auf die Fahnen geschrieben. Ähnliche Pläne hat Premierminister Gordon Brown der "Herald Tribune" zufolge für Großbritannien bekanntgegeben.

35 Euro inklusive Hardware

Eutelsat hat jetzt den raschen Start eines Breitbandzugangsdienstes in Frankreich für 35 Euro monatlich inklusive Hardware angekündigt. Denn auch im Nachbarland gilt: Was Funk, DSL und Kabel nicht schaffen, müssen die Satelliten richten.

Die von Eutelsat und den Partnern Numeo und Sat2Way vorgestellte Lösung basiert auf dem Tooway- Dienst, der erstmals auf der IFA 2008 vorgestellt wurde. Nutzer können damit Daten mit bis zu zwei Megabit pro Sekunde (Mbit/s) aus dem Internet herunterladen und mit bis zu 384 Kilobit pro Sekunde (Kbit/s) versenden.

Mit Preis und Leistung einer herkömmlichen DSL-Verbindung kann das zwar nicht konkurrieren, für viele aber besser als keine Breitbandversorgung. Außerdem können Service Provider mittels Tooway Zusatzdienste wie Triple Play, VoIP und IPTV-Programme anbieten. Eutelsat sieht in dem Dienst dann auch den künftigen Schlüssel zum Massenmarkt. Denn bisher war die noch junge Satellitentechnologie kaum für Endkunden erschwinglich.

Häufig kommen zu den Monatsgebühren beträchtliche Anschluss- und Hardwarekosten hinzu. Auch für Tooway benötigen die Nutzer eine Satellitenantenne und ein Modem. Aber beide sollen in dem Monatstarif enthalten sein.

Digitale Offensive auch bei den Nachbarn

Im Jahr 2010 will Eutelsat eine neue satellitengestützte Infrastruktur einsetzen, um den Dienst in ganz Europa anzubieten. Der neue Satellit KA-SAT soll dann Breitbandzugänge mit DSL-ähnlichen Übertragungsraten anbieten können.

(Dorothee Monreal)

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