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Auch nach 30 Jahren: Noch keine Alternative zur E-Mail in Sicht

Die E-Mail ist in Deutschland auch 30 Jahre nach dem Versand der ersten elektronischen Nachricht nicht mehr wegzudenken aus dem digitalen Alltag. Alle Versuchen , einen neuen Standard als Alternative durchzusetzen, scheiterten bislang.

03.08.2014, 11:01 Uhr (Quelle: DPA)
Datenverkehr© Julien Eichinger / Fotolia.com

Google hat es versucht. Danach Facebook und WhatsApp. Aber die E-Mail hat bisher alle Versuche überstanden, einen neuen Standard der digitalen Kommunikation zu etablieren. "Die E-Mail ist aus dem digitalen Leben nicht mehr wegzudenken", sagt der Geschäftsführer der Webmail-Anbieter web.de und GMX, Jan Oetjen.

2,5 Milliarden E-Mail-Nutzer weltweit

Zum 30. Jahrestag der ersten E-Mail in Deutschland haben web.de und GMX eine Schätzung zur Entwicklung des Mail-Aufkommens vorgelegt, die auf eigenen Zahlen sowie Ergebnissen der ARD/ZDF-Onlinestudie und Statistiken des Branchenverbands BITKOM beruht. Demnach dauerte es zehn Jahre, bis das Mail-Aufkommen in Deutschland 1994 die erste Milliarde erreichte. 2004 waren es dann 108,8 Milliarden und in diesem Jahr werden voraussichtlich 504,4 Milliarden E-Mails in Deutschland transportiert - die vielen Spam-Mails nicht mitgezählt.

Weltweit gibt es nach einer Erhebung der kalifornischen Marktforschungsfirma The Radicati Group etwa 4,1 Milliarden E-Mail-Konten. Bis Ende 2018 soll diese Zahl auf 5,2 Milliarden steigen. Die Zahl der E-Mail-Nutzer schätzen die Marktforscher auf 2,5 Milliarden - das sind 34,5 Prozent der Weltbevölkerung.

Ein Grund für die Beständigkeit der E-Mail ist das offene Protokoll mit der Möglichkeit, alle Arten von digitalen Geräten zu erreichen. Daneben ist die E-Mail-Adresse für ganz verschiedene Dienste und Anwendungen das wichtigste Mittel für die persönliche Anmeldung.

(Jörg Schamberg)

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