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Auch Bayern München prüft Klage gegen YouTube

Der FC-Bayern sieht die Vermarktung seines kostenpflichtigen Angebotes fcb.tv gefährdet und prüft deshalb eine Klage gegen das kostenlose Videoportal.

03.11.2006, 16:36 Uhr
Video© Thomas Pajot / Fotolia.com

Das Videoportal YouTube muss sich auf stürmische Zeiten einstellen. Nachdem bereits der US-Rohrhersteller Utube Klage wegen des ähnlich lautenden Namens und einer daraus resultierenden Serverüberlastung eingereicht hat, droht jetzt auch aus Deutschland Gegenwind: Der FC Bayern München prüft juristische Schritte gegen YouTube.
Reaktion auf DFL-Vorstoß
Anfang der Woche kündigte bereits die Deutsche Fußball Liga (DFL) an, gegen Fanvideos im Internet vorgehen zu wollen. Die DFL sieht in den Videos eine Verletzung der Bildrechte, die mit exklusiven Partnern wie etwa dem Pay-TV-Sender arena ausgehandelt wurden. Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge sieht aber auch die eigene Vermarktung gefährdet.
Neben der gemeinsamen Vermarktung der TV-Rechte über die DFL sei der FC Bayern Rechtepartner der Deutschen Telekom, mit der zusammen der Verein seine Spiele im Internet unter fcb.tv vermarktet. "Diese exklusiven Rechte werden durch Online-Plattformen massiv verletzt. Das werden wir nicht hinnehmen", so Rummenigge gegenüber dem Magazin.
Das kostenpflichtige Angebot des Fußball-Bundesligisten kostet monatlich vier Euro und verzeichnet laut Rummenigge rund 30.000 Abonnenten. "Wenn aber diese Bilder irgendwo kostenlos im Netz kursieren, ist doch klar, wo der Zuschauer hingeht", so Rummenigge. Unklar sei aktuell noch, wie hoch der Schaden sei, der den Bundesliga-Vereinen durch die kostenlosen Video-Plattformen entstehe.

(Hayo Lücke)

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