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ATM-Bitstrom-Zugang beschäftigt die EU

Nach dem IP-Bitstromzugang soll nun auch der ATM-Bitstromzugang für die Wettbewerber geöffnet werden. Eine entsprechende Regulierungsverfügung hat die Netzagentur nun bei der EU-Kommission vorgelegt.

15.01.2007, 14:01 Uhr
DSL-Anschluss© IKO / Fotolia.com

Die Bundesnetzagentur hat am vergangenen Freitag einen Regulierungsentwurf für den ATM-Bitstromzugang der EU-Kommission und den Regulierungsbehörden der anderen Mitgliedsstaaten vorgelegt. Dies teilte die Behörde heute offiziell mit.
Mehr Wettbewerb
Der Entwurf sieht vor, dass die Deutschen Telekom AG den so genannten ATM-Bitstromzugang für die Wettbewerber öffnen soll. Die für den Zugang verlangten Gebühren will die Bundesnetzagentur nachträglich kontrollieren. Im September vergangenen Jahres verpflichtete der Regulierer die Telekom bereits zur Öffnung des IP-Bitstromzugangs, der auf den DSL-Massenmarkt abzielt.
Der IP-Bitstrom-Zugang soll es den Wettbewerbern ermöglichen, Breitband-Produkte über die Leitungen der Telekom zu eigenen Konditionen anbieten zu können - etwa ohne die gesamte "letzte Meile" zum Kunden von der Telekom mieten zu müssen. Der ATM Bitstromzugang hingegen ist eine ähnliche Vorleistung, die in erster Linie auf DSL-Geschäftskundentarife abzielt. Auch hier soll sich künftig einiges tun. Nach Aussage der Bundesnetzagentur soll der nun in Brüssel vorgelegte Entwurf nach endgültigem Inkrafttreten die Regulierungsmaßnahmen auf dem Vorleistungsmarkt für Bitstromzugänge komplettieren.
Entscheidung soll bald fallen
Die EU-Kommission und die nationalen Regulierungsbehörden der anderen EU-Mitgliedsstaaten können nun innerhalb eines Monats zu dem Entwurf Stellung nehmen. Unter weitestgehender Berücksichtigung der Stellungnahmen will die Bundesnetzagentur dann nach eigenen Angaben endgültig entscheiden.

(Denise Bergfeld)

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