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ATI verschiebt DirectX-10-Grafikchip erneut

Bereits Ende vergangenen Jahres sollten die Grafikkarten mit dem neuen R600-Chip auf den Markt kommen. ATI verschiebt die Einführung erneut und gibt das zweite Quartal als neuen Termin an.

22.02.2007, 15:31 Uhr
Datenaustausch© violetkaipa / Fotolia.com

Im ewigen Wettstreit der beiden größten Grafikchiphersteller kommt ATI langsam in Zugzwang. Während der Konkurrent Nvidia mit der GeForce 8800 GTX trotz der kleinen Startprobleme Ende vergangenen Jahres die Krone wieder nach Santa Clara holen konnte, mussten die Kanadier nun die Einführung der DirectX-10-Grafikkarten auf Basis des neuen R600-Chips erneut verschieben.
Zweites Quartal 2007
Bereits Ende vergangenen Jahres sollten die neue R600-GPU und die neuen Grafikkarten auf den Markt kommen. Damals löste die Ankündigung eine Reihe von Gerüchten und Spekulation aus, denn die neue GPU sollte alles bis dahin Bekannte deutlich in den Schatten stellen. Damit war nichts anderes als der G80-Grafikprozessor von Nvidia gemeint, der bei den GeForce 8800 GT- und GeForce 8800 GTX-Modellen zum Einsatz kommt.
Die Einführung war auch dringend notwenig, denn Nvidia besitzt mit der GeForce 8800er-Serie bereits über Karten mit DirectX-10-Unterstützung. Zwar gab es anfangs einige Probleme mit der Verfügbarkeit der Vista-Treiber, jedoch wurde das rechtzeitig vor der offiziellen Einführung von Windows Vista behoben.
Nach der ersten Verschiebung hieß es unbestätigten Gerüchten zu Folge, dass die R600-Grafikkarten auf der CeBIT vorgestellt und ab dem 30. März in ausreichenden Stückzahlen erhältlich sein werden. Diesen Termin kann ATI nun nicht mehr halten, eine offizielle Stellungnahme gibt es jedoch nicht. In einem Telefonat wurde der Redaktion lediglich mitgeteilt, dass ATI mit dem R600-Chip und einem breiter gefächerten Angebot an Karten im zweiten Quartal auf den Markt kommen wird.
Technische Daten
Inoffiziellen Quellen zu Folge wird die nächste High-End-Grafikkarte von ATI den Namen "Radeon X2900 XTX" bekommen und über 700 Millionen Transistoren verfügen. Der R600-Chip soll über einen 512-Bit-Speicherinterface verfügen und sowohl GDDR3 und GDDR4-Speicherbausteine unterstützen. Die Radeon X2900 XTX soll mit einem Gigabyte GDDR4 auf den Markt kommen und wenige Monate später von der Radeon X2900 XT mit 512 Megabyte GDDR3 Unterstützung erhalten. Über die Taktung ist bislang jedoch nichts bekannt. Das Magazin TechPowerUp berichtete sogar, dass die neue GPU bis zu 250 Watt Strom benötigt, hat diese Angaben aber wieder auf 180 Watt korrigiert.
Da ATI aber mit einem größeren Angebot auf den Markt kommen will, ist nun die Frage, ob es vielleicht schon von Anfang an doch mehr als diese beiden High-End-Karten geben soll. Möglicherweise wird es wieder Modelle mit abgeschalteten Pipelines geben, wie es bei der Radeon R800 GTO2 der Fall war. Durch ein Firmware-Hack ließen sich die gesperrten Pipelines freischalten, weshalb diese Grafikkarte sehr beliebt war.

(Nam Kha Pham)

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