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Asus will auch bei Chromebooks mitmischen

Kleinere und günstigere Tablets mit Windows 8, die kaum teurer sein werden als Android-Geräte, und auch Chromebooks: Berichten zufolge arbeitet Asus an einem Chrome-OS-Laptop, der dieses Jahr erscheinen soll.

10.05.2013, 19:31 Uhr
Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

Smartphones und Tablet-PCs sind die Lieblinge der Hardware-Branche - zumindest gemessen an den Verkaufszahlen. Die klassische PC-Sparte hat es derzeit schwer und laut IDC weniger Auslieferungen von Notebooks und Desktop-Rechnern zu verbuchen. So mancher Nutzer lässt sich aber durch einen besonders niedrigen Preis ködern: Seitdem es kaum noch Netbooks gibt, die Chance für Googles Chromebooks? Der Suchmaschinenbetreiber hat für das laufende Jahr eine Chromebook-Offensive angekündigt und jetzt hat sich offenbar ein weiterer Hersteller dazu entschlossen, ins Geschäft mit den Cloud-Laptops einzusteigen: Asus.

Chromebook von Asus im zweiten Halbjahr?

Wie kürzlich "PC World" unter Berufung auf den Asus-CEO Jerry Shen berichtete, plant der Hersteller noch in diesem Jahr ein Notebook mit Chrome OS auf den Markt zu bringen. Auch kleinere und günstige Windows-8-Tablets soll Asus dieses Jahr beisteuern. Das Chrome-basierte Betriebssystem von Google sei noch in seinen Anfängen, sagte Shen, doch 2014 könnte es Fahrt aufnehmen. Asus sieht die Chance für die Chromebooks aber nicht beim typischen Endkunden, sondern insbesondere im Bildungsbereich und in der Verwaltung. Das spricht für eher preisgünstige Geräte für Alltagsanwendungen.

US-Kunden haben größere Auswahl

Das war auch das Konzept der ersten Chromebooks 2011, das nun die neuen Chromebooks von Acer und Samsung fortführen, die nach der diesjährigen CeBIT erschienen sind. Mit einer Größe im Subnotebook-Bereich und zu Startpreisen von unter 300 Euro gehen die auf Online-Anwendungen abgestimmten Geräte auf Kundenfang. Google selbst verfolgt mit seinem Luxus-Gerät Chromebook Pixel, einem Notebook mit hochauflösendem 12,85-Zoll-Touchscreen und leistungsstarkem Intel Core i5 Dual-Core-Prozessor, einen völlig anderen Ansatz. Der Laptop mit SSD kostet rund 1.300 US-Dollar (etwa 1.000 Euro) aufwärts, zu einem Start in Deutschland ist noch nichts bekannt. Ebenfalls bislang nur in den USA verfügbar sind das Lenovo ThinkPad X131e sowie HPs Pavilion 14 Chromebook für knapp 330 Dollar - das einzige mit einem 14 Zoll großen Display. Doch HP gab zur Ankündigung im Februar bekannt, das Gerät auch in anderen Ländern anbieten zu wollen. Und auf der deutschen HP-Website finden sich immerhin bereits deutschsprachige Support-Seiten zum Chromebook.

Chromebook-Anteil offenbar noch extrem gering

Nun bleibt abzuwarten, inwiefern die neuen Modelle - und die weiteren, die noch geplant sind - den Absatz beflügeln können. Google schweigt sich über Verkaufszahlen aus, aber NetMarketShare hat laut "ZDNet.com" im April damit begonnen, auch den Traffic von Chrome OS zu überwachen. Da dieser zu dem Zeitpunkt lediglich zwei Hundertstel von 1 Prozent betrug, war das Gesamtaufkommen zu niedrig, um einzeln ausgewiesen zu werden. Stattdessen wird es unter www.netmarketshare.com unter "andere" Betriebssysteme verbucht, die zurzeit zusammen 1,99 Prozent ausmachen.

(Saskia Brintrup)

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