Handys

Asus PadFone: Das Tablet-Netbook-Smartphone

"PadFone" heißt ein neues Android-Smartphone aus dem Hause Asus. Dessen Spezialität liegt in seiner Wandlungsfähigkeit. Über eine mitgelieferte Docking-Station ist das Gerät im Handumdrehen als Tablet nutzbar. Eine optional erhältliche Tastatur macht das PadFone zum Netbook.

27.02.2012, 18:01 Uhr
SMS© TristanBM / Fotolia.com

Auch Asus hat am Montag auf dem Mobile World Congress eine Reihe neuer Produkte vorgestellt. Highlight der morgendlichen Präsentation war das bereits im vergangenen Jahr auf der IT-Messe Computex erstmals in einer frühen Version vorgestellte "Asus PadFone". Grund ist dessen Wandlungsfähigkeit, die das ab dem zweiten Quartal im Handel erhältliche Super-AMOLED-Smartphone im 4,3-Zoll-Format wahlweise zu einem 10,1-Zoll-Tablet oder Netbook werden lässt.

Smartphone, Tablet oder Netbook

Grundlage jeder Transformation ist die im Lieferumfang enthaltene "PadFone Station" – ein separater Touchscreen, der mit 1280 x 800 Pixeln auflöst und rückseitig über einen Aufnahmeschacht verfügt, in den das PadFone eingelegt werden kann. Eine von Asus patentierte Technologie sorgt in diesem Fall dafür, dass laufende Inhalte wie Videos nahezu nahtlos an der gleichen Stelle auf dem mit Gorilla-Glas geschützen Tablet-Bildschirm fortgesetzt werden.

Darüber hinaus verfügt die Docking-Station über einen eigenen 6.600-mAh-Akku, mit dem das Asus-Smartphone automatisch geladen wird. Ebenfalls vorhanden sind ein kombinierter Audioanschluss und eine Frontkamera mit 1,3 Megapixeln. Auf der Rückseite wird zudem die PadFone-Kamera über entsprechende Aussparungen nahtlos in das Gehäuse-Design integriert.

Um das Tablet auch als Netbook zu nutzen, ist allerdings der Kauf einer optional erhältlichen Tastatur vonnöten, in die der Bildschirm je nach Bedarf einfach eingerastet wird. Die Touch-Funktionalität bleibt dabei voll erhalten. Da zudem auch die Netbook-Klaviatur einen eigenen Energiespeicher mitbringt, soll sich die Akkulaufzeit der so entstandenen Dreierkombination gegenüber dem Smartphone um das Neunfache erhöhen. Gleichermaßen als Tablet-Zubehör zu haben ist das per Bluetooth verbundene PadFone Stylus Headset – ein digitaler Zeichenstift, mit dem bei Bedarf auch Anrufe entgegengenommen werden können. Ob sich die Telefon-Variante "Stift am Ohr" tatsächlich durchsetzen wird, bleibt allerdings abzuwarten.

LTE-PadFone ab dem dritten Quartal erhältlich

Weniger Akzeptanzschwierigkeiten dürften sich bei der Hardwareausstattung des 129 Gramm schweren PadFones ergeben. Diese umfasst je nach gewählter Variante 16, 32 oder 64 Gigabyte (GB) Flashspeicher, 1 GB DDR2-RAM sowie eine Doppelkern-CPU vom Typ Snapdragon S4 mit 1,5 Gigahertz (GHz) Taktrate und einen "Adreno 225"-Grafikprozessor. Ebenso vorhanden sind eine 8-Megapixel-Kamera mit LED-Blitz und Autofokus auf der Rück- sowie eine VGA-Kamera auf der Vorderseite, GPS/ aGPS, diverse Sensoren, E-Kompass und 3,5-Millimeter-Kopfhörerbuchse.

In Sachen Konnektivität finden sich Bluetooth 4.0, WLAN in der Standards 802.11b/g/n sowie UMTS-/HSDPA-Unterstützung mit einer maximalen Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 21 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) im Down- sowie 5,76 Mbit/s im Upstream. Noch höhere Datenraten verspricht Asus ab dem dritten Quartal. Dann soll auch ein PadFone mit LTE-Modul zu haben sein. Die maximale Akkulaufzeit des bereits mit Android 4.0 ausgelieferten Asus-Boliden beträgt laut Datenblatt bei Gesprächen 11 Stunden; im Stand-by-Modus sollen bis zu 18 Tage erreicht werden. Zu den Preisen der verschiedenen PadFone-Varianten schweigen sich die Taiwanesen bislang aus. Man stecke noch in Verhandlungen mit verschiedenen Netzbetreibern, hieß es im Umfeld des Unternehmens.

(Christian Wolf)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang