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Astra TV-Monitor 2013: Satellit schlägt Kabel und IPTV

Der Satelliten-Betreiber Astra Deutschland sieht sich bestätigt. Die von ihm in Auftrag gegebene Studie "Astra TV-Monitor 2013" zeigt, dass das Fernsehsignal in Deutschland meist über Satellit empfangen wird, dann erst über Kabel. Bei Programmen in HD-Auflösung ist der Abstand sogar noch größer.

05.02.2014, 18:05 Uhr
DSL-Anschluss© IKO / Fotolia.com

Der Satelliten-Betreiber Astra Deutschland sieht sich bestätigt. Die von ihm in Auftrag gegebene Studie "Astra TV-Monitor 2013" zeigt, dass das Fernsehsignal in Deutschland meist über Satellit empfangen wird, dann erst über Kabel. Bei Programmen in HD-Auflösung ist der Abstand sogar noch größer.

Die Technik wird nicht gewechselt

Ende 2013 gab es 38,46 Millionen Haushalte in Deutschland mit einem Fernsehanschluss. Das ist etwas mehr als im Vorjahr (38,08 Millionen). 18,07 Millionen schließen ihr TV-Gerät an eine Satellitenschüssel an, das sind 47 Prozent. Kabel folgt mit 16,85 Millionen Haushalten, DVB-T mit 2,08 Millionen.

Diese Werte sind relativ konstant, lediglich der Fernsehempfang über das Internet legte prozentual merklich zu – allerdings auf sehr niedrigem Niveau. 1,46 Millionen Haushalte schauen Fernsehen über IPTV, nach 1,26 Millionen im Vorjahr. Das ist ein Plus von 15,9 Prozent.

Upgrade auf High Definition

Noch größer wird der prozentuale Zuwachs von IPTV, wenn nur die Haushalte betrachtet werden, die Fernsehen in HD-Auflösung schauen. Hier legte die Technik um 104,3 Prozent von 0,46 Millionen auf 0,94 Millionen Haushalte zu.

Dies kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch in diesem Bereich die Satellitentechnik führend ist. Die HDTV-Reichweite wächst insgesamt um mehr als zehn Prozent auf 14,21 Millionen Haushalte, 59 Prozent davon empfangen das Signal über einen Satelliten (8,32 Millionen Haushalte; plus 5,3 Prozent). Die Kabeltechnik folgt mit 4,95 Millionen HD-Haushalten. Über das digitale terrestrische Fernsehen DVB-T können noch keine HD-Programme empfangen werden.

Analoger Empfang ein Relikt

"Wir gehen davon aus, dass alleine über ASTRA noch im ersten Halbjahr 2014 mehr als 80 HD-Sender in deutscher Sprache verfügbar sind. Die Fußball-WM als TV-Großereignis des Jahres wird HD zusätzlich in den Mittelpunkt des Zuschauerinteresses stellen", so Wolfgang Elsäßer, Geschäftsführer von Astra Deutschland.

Die digitale Verbreitung des Fernsehsignals hat sich nahezu durchgesetzt. Analoge TV-Haushalte gibt es nur noch im Kabelbereich. 7,35 Millionen Kabelkunden empfangen ihr TV-Programm immer noch im analogen Übertragungsstandard, der insbesondere auf modernen Flachbildfernsehern zu Abstrichen bei der Bildqualität führt.

Für den "Astra TV-Monitor 2013" hat das Marktforschungsinstitut TNS Infratest Ende 2013 deutschlandweit 6.000 Interviews im Auftrag von Astra geführt. Berücksichtigt wurde nur das hauptsächlich genutzte Fernsehgerät. Viele Zweit- und Drittgeräte eines Haushalts verfügen über eine andere Technik – zum Beispiel über DVB-T.

(Peter Giesecke)

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