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arena plant den Alleingang

Der Pay-TV-Sender bereitet sich auf ein Veto des Bundeskartellamts in Sachen Zusammenarbeit mit Premiere vor. Hinter den Kulissen wird bereits an einer neuen Werbekampagne gearbeitet - ohne Premiere.

04.06.2007, 10:36 Uhr
Netzwerk© TheSupe87 / Fotolia.com

Mindestens bis Samstag, 23. Juni, bleibt es ruhig um die beiden Pay-TV-Sender arena und Premiere. Beide Sender wollen dem Bundeskartellamt die Möglichkeit geben, das neu vorgelegte Vermarktungsmodell zu prüfen. Bisher hieß es, arena und vor allem Premiere gingen von einer Zustimmung der Kartellwächter aus. Hinter den Kulissen von arena bereitet man sich aber wohl schon auf ein mögliches Veto des Kartellamts vor.
arena plant Alleingang
Wie das "Handelsblatt" aus Branchenkreisen erfahren haben will, wird bei der Pay-TV-Tochter der Unitymedia bereits eine eigene Werbekampagne ohne Premiere vorbereitet. "Unabhängig von der Kooperation mit Premiere sind wir für die neue Saison operativ bestens vorbereitet", sagte arena-Chef Dejan Jocic vieldeutig gegenüber der Zeitung.
Insider stufen derweil die Chancen als gering ein, dass arena und Premiere vom Bundeskartellamt grünes Licht für ihre Zusammenarbeit bekommen. Beide Sender wollen durch die Kooperation unter anderem erreichen, dass das arena-Programm über Satellit von Premiere vermarktet wird. Das Kartellamt moniert aber eine marktbeherrschende Stellung der beiden Unternehmen am Pay-TV-Markt. Eine rote Karte aus Bonn würde nicht nur arena erheblich schwächen, auch Premiere müsste eine neue Niederlage einstecken nachdem der Poker um die Bundesligarechte Ende 2005 verloren wurde und der Umsatz in dessen Folge stark einbrach.
Wenig Vertrauen im Spiel
Vermutlich noch in diesem Jahr möchte die Deutsche Fußball Liga die Übertragungsrechte für die Fußball Bundesliga neu ausschreiben. Sowohl arena als auch Premiere hatten signalisiert, separat für die neuen Rechte bieten zu wollen, die ab der Saison 2009/2010 gelten werden. Schon jetzt darf mit kleineren Schlammschlachten gerechnet werden. Insider bezeichnen das Verhältnis zwischen beiden Sendern als gespannt. So heißt es unter anderem, dass der Bundesliga-Sender dem Premiere-Konzern misstraue. Verwunderlich ist das nicht, da Premiere-Chef Kofler immer wieder gegen den kleinen Konkurrenten stichelt.

(Hayo Lücke)

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