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arena kommt an

"Wir hatten ein hohes Interesse erwartet, liegen jetzt aber sogar über unseren Planungen", sagte arena-Geschäftsführer Christoph Bellmer dem "Handelsblatt".

15.05.2006, 09:21 Uhr
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Und Schluss: am vergangenen Samstag gegen 17:20 endete für den Pay-TV-Sender das Recht, die Spiele der Fußball Bundesliga live übertragen zu dürfen. Gestern zur gleichen Zeit wurde - verbunden mit einem dramatischen Finale um den letzten Aufstiegsplatz - auch in der zweithöchsten deutschen Spielklasse der letzte Spieltag der Saison 05/06 abgeschlossen. Ab der nächsten Saison steht der neue Rechteinhaber arena, eine Tochtergesellschaft des Kabelnetzbetreibers Unity, im Mittelpunkt – und erfreut sich offenbar zunehmender Beliebtheit.
KDG-Kunden müssen warten
"Wir hatten ein hohes Interesse erwartet, liegen jetzt aber sogar über unseren Planungen", sagte arena-Geschäftsführer Christoph Bellmer dem "Handelsblatt". Eine genaue Zahl nannte Ballmer zwar nicht, fügte aber hinzu: "Durch unsere günstigen Preise erreichen wir Leute, die sich früher nicht für solche Angebote interessiert haben." Und weiter: "Am Ende der dritten Saison wollen wir so viele Abonnenten haben wie Premiere jetzt" – rund 3,5 Millionen. Die größte Nachfrage wird ab Mitte Juli erwartet, wenn die Fußball Weltmeisterschaft beendet worden ist und bis zum Start der neuen Bundesliga-Saison nur noch ein Monat vergehen muss. Dann soll es arena nicht nur über das Internet oder per Telefon, sondern auch im Handel geben.
Neben einem Angebot an Kabel-Kunden, das derzeit zu einem Frühbucherrabatt in Höhe von 9,90 Euro im Monat aber nur in Nordrhein-Westfalen und Hessen bei den Unity-Tochtergesellschaften ish und iesy gebucht werden kann, ist auch ein Satelliten-Angebot ab 19,90 Euro monatlich erhältlich. Weiter unklar ist, was mit den Millionen arena-Kunden geschieht, die zum Beispiel bei Kabel Deutschland unter Vertrag stehen. Bellmer betonte gegenüber der Zeitung zwar, dass die Verhandlungen voran kämen, wann ein Abschluss erzielt werden könne, lies er aber unbeantwortet. Weiterer Knackpunkt: Satelliten-Kunden benötigen einen neuen Digital-Receiver, um das Programm empfangen zu können.
Bellmer sieht Exklusivität nicht in Gefahr
Im Streit um die exklusiven Ausstrahlungen, sieht Bellmer unterdessen zuversichtlich in die Zukunft. "In bin sicher, dass wir die Spiele exklusiv im Fernsehen zeigen werden." Ob es tatsächlich so kommen wird, muss abgewartet werden. Premiere verhandelt derzeit mit der Telekom über eine Nutzung derer Internet-Rechte um auch in Zukunft Fußball zeigen zu können. Analysten bezweifeln allerdings, ob dies gelingen wird. "Selbst wenn die Ausschreibung der Bundesliga-Rechte nicht eindeutig gewesen sein sollte, entspricht eine Vermarktung unter Einschaltung von Premiere nicht dem Geist der Ausschreibung, warnen Analysten der Hypo-Vereinsbank.

(Hayo Lücke)

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