News

Arena hat das Vertrauen der DFL

Heute soll in München das Vermarktungskonzept für das geplante Pay-TV-Angebot präsentiert werden. Die Deutsche Fußball Liga glaubt ab einen Erfolg.

27.03.2006, 10:35 Uhr
Netzwerk© TheSupe87 / Fotolia.com

Mit Spannung blickt Fußball-Deutschland heute nicht nur ins Internet, wo um 12 Uhr die offizielle Tauschbörse für Tickets der Fußball Weltmeisterschaft 2006 öffnen soll, auch in München soll heute ein neuer Meilenstein gesetzt werden. Der Sportrechtevermarkter Arena will dort am späten Mittag das Vermarktungskonzept für die Übertragungen ab der kommenden Saison vorstellen.
Bundesliga für unter 10 Euro?
Schenkt man Gerüchten aus Branchenkreisen Vertrauen, soll das Pay-TV-Angebot rund um die beiden höchsten deutschen Spielklassen - die Fußball Bundesliga und die 2. Bundesliga – künftig zu deutlich günstigeren Konditionen erhältlich sein, als beim bisherigen Rechteinhaber Premiere. Für weniger als 15 Euro monatlich sollen die Bundesliga-Spiele zu empfangen sein. In einigen Regionen Deutschlands soll der Preis für Fußball pur sogar bei unter 10 Euro liegen.
Bei einem Vergleich zwischen Premiere und Arena darf aber nicht außer Acht gelassen werden, dass Premiere von seinen Kunden zwar eine höhere monatliche Grundgebühr verlangte, dafür aber auch über den Sportkanal zum Beispiel mit Live-Spielen aus der Deutschen Eishockey Liga oder aus der Basketball Bundesliga sowie Liveberichten zu allen Rennen der Formel 1 mehr Abwechslung bot. All das wird es bei Arena nicht geben.
DFL ist optimistisch
Trotzdem geht die Deutsche Fußball Liga (DFL) davon aus, dass das Konzept von Arena zu einem Erfolg wird. "Wir sind fest davon überzeugt, dass Arena bis zum Bundesliga-Start die komplexen Herausforderungen lösen wird", sagte DFL-Chef Christian Seifert dem "Handelsblatt". "Wir sehen bereits, dass bei Arena ein Domino-Stein nach dem anderen fällt."
Als besonderes kompliziert erweist sich die Frage, wo Arena künftig verschlüsselt empfangbar sein wird. Insbesondere die Verhandlungen mit dem Kabel-Marktführer Kabel Deutschland erweisen sich als äußerst schwierig und konnten bisher noch nicht zu einem Abschluss geführt werden. Kürzlich hatte Arena einen Vertrag mit dem Satellitenbetreiber SES ASTRA geschlossen, um die Bundesligaspiele auch per Satellitenverbindung in digitaler Qualität übertragen zu können. "Wir haben bei der Verbreitung der Spiele eine technische Reichweite im Pay-TV von 40 Prozent gefordert. Die wird erreicht. Wir haben keine Zweifel", zeigt sich Seifert überzeugt.

(Hayo Lücke)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang