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Arena: "Deal des Jahrhunderts" in Eigenregie

Der neue Rechteinhaber für die Livespiel-Übertragungen der Fußball Bundesliga will nun offenbar noch keine Rechte weiterverkaufen. Unterdessen wurde bekannt, dass das DSF künftig Champions League-Spiele übertragen wird.

11.02.2006, 14:00 Uhr
Datenübertragung© envfx / Fotolia.com

Entgegen früherer Meldungen möchte der neue Rechteinhaber für die Livespiel-Übertragungen der Fußball Bundesliga, die Münchner Firma Arena, die erworbenen Rechte nicht weiterverkaufen. Das berichtet die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf die kommende Ausgabe des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel".
Angebote folgen bald
"Für uns ist das der Deal des Jahrhunderts", erklärte Arena-Chef Bernard de Ross dem Blatt. "Wir werden rechtzeitig mit einem professionellen Angebot auf dem Markt sein", erklärte er in Richtung der wartenden Fußballfans, die schon mit Spannung auf die Arena-Angebote warten. Die Bundesliga-Saison 2006/2007 beginnt am 11. August dieses Jahres.
Erste Details sind nun auch zu dem Team bekannt geworden, das die Bundesliga-Berichterstattung leiten soll. Wie es heißt, soll der ehemalige Senderchef von ProSieben, Dejan Jocic, der Produktionschef von Arena werden. Jocic ist 33 Jahre alt und sammelte einst beim Deutschen Sportfernsehen (DSF) Sporterfahrung. Er soll nach dpa-Angaben auch das Redaktions- und Moderationsteam zusammenstellen. Die Reporter der Bundesliga-Konferenz sollen allesamt aus den Stadien berichten. Außerdem sollen auch Kommentare in Englisch, Spanisch und Türkisch angeboten werden.
Premiere kooperiert mit DSF
Eine weitere Frage in Sachen Fußballübertragungen wurde zwischenzeitlich ebenfalls beantwortet. Premiere, der alleinige Rechteinhaber für Champions League-Übertragungen ab der kommenden Saison, wird die Free-TV-Rechte nach "Spiegel"-Inforationen an das DSF abtreten. Das DSF soll pro Spieltag einen Partie live im frei empfangbaren Fernsehen übertragen dürfen - insgesamt 13 pro Saison. Während der letzten Spielzeiten waren die Free-TV-Spiele bei SAT.1 zu sehen. Premiere-Chef Georg Kofler erhofft sich von dem Geschäft Cross-Promotion für sein Bezahlangebot, in dem alle Champions-League-Begegnungen zu sehen sind. Zudem wird Premiere offenbar auch an den Erlösen der DSF-Werbespots beteiligt.

(Hayo Lücke)

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