Öffentlich-Rechtliche

ARD-Vorsitzender für Vernetzung mit ZDF-Mediathek

Der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm spricht sich dafür aus, die Mediatheken von ARD und ZDF zu vernetzen. Von einem Log-In bis zu einer ganzen, gemeinsamen Mediathek könne man sich viel vorstellen. Gespräche mit dem ZDF sollen bereits laufen.

Melanie Zecher, 02.05.2019, 12:03 Uhr
fernsehen© goodluz / Fotolia.com

Hamburg – Im Interview mit dem Medienmagazin journalist (Mai-Ausgabe) macht Ulrich Wilhelm konkrete Vorschläge, wo er sich eine gemeinsame Zusammenarbeit mit dem ZDF bei den Mediatheken vorstellen kann. "Mir wäre es sehr sympathisch, wenn wir verschränkte Angebote auf den Feldern Wissen, Kultur, Kinder oder auch Sport machen könnten", sagt Ulrich Wilhelm.

Gemeinsame Mediathek? Vieles ist möglich

Ob es künftig sogar eine gemeinsame Mediathek von ARD und ZDF geben wird? "Da können wir uns als ARD viel vorstellen", so Wilhelm gegenüber dem journalist. Derzeit liefen Gespräche mit dem ZDF, wie die beiden öffentlich-rechtlichen Mediatheken besser aufeinander abgestimmt werden könnten. Wilhelm erwartet dabei schnell einen Konsens darüber, "dass wir unsere Mediatheken vernetzen, bis hin zu gemeinsamen Suchfunktionen oder zum gemeinsamen Log-In."

Wilhelm: ARD ist kein "Seniorensender"

Außerdem widerspricht Ulrich Wilhelm in dem journalist-Interview vehement der These, die ARD erreiche junge Menschen nicht mehr und entwickle sich zu einem Seniorensender. "Es gibt da keinen Generationenabriss", sagt Wilhelm und verweist vor allem auf die Akzeptanz der jungen Radiowellen. "Zwei Drittel der 14- bis 29-Jährigen hören täglich Radio." Selbst bei der Tagesschau, deren Zuschauer im linearen Fernsehen vor allem jenseits der 60-Jahre-Marke zu finden sind, sehe es anders aus, wenn man die Tagesschau-App als Maßstab nehme. "Es liegt also nicht nur daran, welche Angebote wir machen, sondern auch daran, wie wir sie verbreiten".

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