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ARD und ZDF: Werbung in Videothek ist denkbar

ARD und ZDF halten weiterhin am Aufbau einer kommerziellen Online-Videothek fest. Private Tochterfirmen der Sender sollen zusammen mit Produzenten eine Video-on-Demand-Plattform errichten, Werbung wird dabei nicht ausgeschlossen.

Internetnutzung© adam36 / Fotolia.com

Tochterfirmen von ARD und ZDF planen zusammen mit den Produzenten eine kommerzielle Online-Videothek, in der man sich Spielfilme, Serien und Dokumentationen der beiden öffentlich-rechtlichen Sender gegen Bezahlung herunterladen kann. Diese Video-on-Demand-Plattform solle im nächsten Jahr an den Start gehen, sagte die stellvertretende Intendantin des federführenden WDR, Eva-Maria Michel, dem "Handelsblatt" (Freitagsausgabe).

ARD und ZDF hoffen auf lukrative Einnahmen

Die Anstalten versprächen sich von der Vermarktung attraktiver Serien und Filme vor allem lukrative Einnahmen, berichtete das "Handelsblatt". "Werbung ist dabei nicht ausgeschlossen", sagte Michel. Immerhin werde so dazu beigetragen, die Rundfunkgebühren niedrig zu halten.

Zurzeit bieten ARD und ZDF nur eine werbefreie Mediathek an, in der sie Filme und Nachrichten aber nur bis zu einer Woche nach der Ausstrahlung anbieten dürfen. In der neuen Online-Videothek soll die Vermarktung über private Tochterfirmen ablaufen. Michel teilte dazu der dpa mit: "Wir als Rundfunkanstalten möchten vor allem, dass auch nach Ablauf der gesetzlichen Verweildauer für die Mediatheken von ARD und ZDF unsere Zuschauer noch auf unsere Inhalte zugreifen können."

Ein Sprecher des Bundeskartellamtes sagte, man prüfe zurzeit, ob die geplante Zusammenarbeit von ARD und ZDF zulässig sei. Das könne noch dauern. Michel sagte, sie sei optimistisch, dass das Kartellamt das Vorhaben freigeben werde.

(Jörg Schamberg)

Quelle: DPA

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