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ARD: Dritte Programme für Kabel Deutschland-Kunden alternativ empfangbar

Im Streit um die Einspeiseentgelte verbreitet Kabel Deutschland seit Januar nur noch eine Regionalversion der Dritten Programme der ARD in den KDG-Netzen. Auch die Signalstärke wurde abgesenkt. Die ARD weist die KDG-Kunden nun auf alternative Empfangswege hin und drängt zudem auf eine Digitalisierung der Kabelnetze.

09.02.2013, 10:01 Uhr
Kabel Deutschland© Kabel Deutschland

Im Streit mit den öffentlich-rechtlichen Sendern ARD und ZDF um die Zahlung von Einspeiseentgelten hatte der größte deutsche Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland (KDG) Zusatzleistungen gestrichen. Seit dem 7. Januar ist in den KDG-Kabelnetzen jeweils nur noch eine Regionalversion der Dritten Programme der ARD in einem Bundesland empfangbar. Zudem wurde die technische Qualität des Sendesignals abgesenkt. Die ARD weist nun in einer Stellungnahme darauf hin, dass alle Dritten Programme alternativ weiterhin auch über andere Empfangsmöglichkeiten verfügbar sind.

Alternative Empfangswege für Dritte Programme

Die Reduzierung des TV-Angebots sei laut ARD die "eigene unternehmerische Entscheidung" von Kabel Deutschland. Andere Unternehmen würden dagegen weiterhin alle öffentlich-rechtlichen Programme verbreiten. Verbraucher könnten daher im Einzelfall prüfen, welche alternative Empfangsmöglichkeiten sie haben. Problemlos ließen sich die Regionalausgaben in vielen Regionen beispielsweise über DVB-T empfangen.

Alle Programme der ARD werden nach eigenen Angaben weiterhin in "technisch hervorragender Qualität" angeboten. Die ARD betont, dass auch Kabel Deutschland seinen Kunden die Programme "in der selben Qualität und Vielfalt, wie sie beispielsweise über Satellit oder bei anderen Kabelnetzanbietern und Internetplattformanbietern verfügbar sind", anbieten könnte.

ARD fordert Digitalisierung des Kabels

Die öffentlich-rechtliche Sendergruppe drängt zudem auf eine Digitalisierung des Kabels. Das TV-Kabel sei der letzte noch verbliebene analoge Verbreitungsweg. Trotz des aktuellen Streits um die Einspeisegebühren zeige sich die ARD den Kabelnetzbetreibern gegenüber weiter gesprächsbereit und biete auch ihre Hilfe an, betonte der Sender.

(Jörg Schamberg)

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