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Arcor knackt die Zwei-Milliarden-Marke

Die Eschborner haben nach durch den anhaltenden DSL-Boom im Geschäftsjahr 2006/2007 einen Rekordumsatz erzielt. Arcor-Chef Harald Stöber kündigte bei der Präsentation des Konzernergebnisses an, bald auf die neuen Telekom-Tarife zu reagieren.

31.05.2007, 14:17 Uhr
DSL-Anschluss© IKO / Fotolia.com

Arcor-Chef Harald Stöber kann auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Erstmals hat der Eschborner Konzern die Zwei-Milliarden-Marke beim Umsatz geknackt und konnte einen satten Kundenzuwachs bei Sprach- und DSL-Anschlüssen verzeichnen. Das verkündete Stöber heute bei der Präsentation des Konzernjahresergebnisses in Frankfurt am Main. Die Zahl der Kunden, die Preselection und Call-by-Call von Arcor nutzen, ist indes rückläufig.
Umsatzrekord erwirtschaftet
Im Vergleich zum Vorjahr, in dem der Konzern erstmals schwarze Zahlen schrieb, stieg der Umsatz um zehn Prozent auf mehr als 2,1 Milliarden Euro. Der Konzernjahresüberschuss konnte damit um 81 Prozent von 44 Millionen auf 98 Millionen Euro gesteigert werden. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) kletterte von 336 Millionen auf 394 Millionen Euro, was einer Steigerung von 17 Prozent entspricht.
Der stärkste Wachstumsmotor war nach Unternehmensangaben der boomende Breitbandmarkt. Ende März betrug die Zahl der Arcor-DSL-Kunden 2,1 Millionen. Somit konnten die Eschborner ihre DSL-Kundenzahl im Vergleich zum Vorjahr nochmals um 780.000 Kunden steigern. Allein während der ersten drei Monate dieses Jahres gewann Arcor 245.000 neue DSL-Kunden. Das sei laut Unternehmen der bislang höchste Quartalszuwachs. Der DSL-Marktanteil erhöhte sich damit im vergangenen Geschäftsjahr auf 13,4 Prozent.
Reaktion auf Telekom-Tarife
Rund 1,9 Millionen DSL-Kunden nutzen die eigene Infrastruktur des Netzbetreibers, nur 136.000 Arcor-Kunden haben einen Resale-Anschluss der Telekom. Kombi-Pakete sind dabei besonders beliebt: Der Großteil der Arcor-Kunden hat einen Vertrag über eines der Pakete aus Sprach- und Internet-Anschluss. Doch die Konkurrenz ruht nicht. Stöber kündigte bei der Präsentation der aktuellen Zahlen an, dass Arcor Anfang kommender Woche auf die Preissenkungen der Telekom reagieren werde. "Wir werden die Telekom nicht allein lassen. Jetzt kommt die nächste Preisrunde", sagte der Arcor-Vorstandsvorsitzende Harald Stöber nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".
Während der Breitband-Markt weiter boomt, ist das Geschäft mit den Preselection- und Call-by-Call-Tarifen rückläufig. Die Kundenzahl bei den Preselection-Tarifen sank im Vergleich zum Vorjahr um 28 Prozent auf 1,2 Millionen. Bei den Call-by-Call-Tarifen ging die Kundenzahl um 20 Prozent auf 2,2 Millionen zurück.
Aktuell hat Arcor rund 550 Städte mit eigener DSL-Infrastruktur erschlossen. Das Unternehmen erreicht inzwischen nach eigenen Angaben mehr als 60 Prozent der deutschen Privathaushalte und Gewerbestandorte mit seinem Netz. Im Geschäftsjahr 2006/2007 investierte Arcor mit 278 Millionen Euro rund 13 Prozent des Umsatzes wieder in den Ausbau der Infrastruktur. Nach dem Flächenausbau wird das Netz modernisiert. Bereits im dritten Quartal dieses Jahres soll der Großteil aller neuen Arcor-Kunden über das so genannte Next Generation Network geschaltet.

(Denise Bergfeld)

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