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Arcor baut sein Netz weiter aus

Im Laufe der kommenden Wochen sollen bundesweit rund 300 neue Ortsnetze an das Arcor-Netz angeschlossen werden. Gleichzeitig übte Arcor-Chef Stöber Kritik an der VDSL-Regulierungsbefreiung und fordert eine deutliche Absenkung des TAL-Entgeltes.

14.03.2007, 10:31 Uhr
DSL-Anschluss© IKO / Fotolia.com

Der Telekommunikationskonzern Arcor will im Laufe der kommenden Monate nicht nur ein eigenes IPTV-Angebot starten, sondern auch sein eigenes Netz weiter ausbauen. Das sagte der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Harald Stöber, heute auf der CeBIT-Auftakt-Pressekonferenz in Hannover.
Zwei Millionen DSL-Kunden
In den vergangenen Wochen sei die Zahl der DSL-Kunden stark gewachsen. Mehr als zwei Millionen DSL-Kunden sind an das Breitbandnetz von Arcor angeschlossen. Die Zwei-Millionen-Marke wurde im vergangenen Februar geknackt. In den vergangenen Jahren wurden nach Angaben des Unternehmens mehr als 2000 Hauptverteiler in über 400 Städten bei Arcor angeschlossen. Diesen Infrastrukturwettbewerb will das Unternehmen in diesem Geschäftsjahr weiter vorantreiben.
"Wir nehmen in den kommenden Wochen bundesweit weitere 560 Hauptverteiler mit Arcor-Technik in Betrieb und erschließen so rund 300 neue Ortsnetze", sagte Stöber. Damit sollen dann 60 Prozent der deutschen Privathaushalte und Gewerbestandorte erreicht werden.
Arcor kritisiert Regulierung
Neben der Ankündigung, das eigene Netz ausbauen zu wollen, übte der Arcor-Chef Kritik am in Kraft getretenen Telekommunikationsgesetz. Es sei völlig offen, ob und zu welchen Konditionen Telekom-Wettbewerber Zugang zum VDSL-Hochgeschwindigkeitsnetz erhalten werden. "Ein fairer Zugriff auf dieses Netz ist für die weitere Entwicklung des Infrasturkturwettbewerbs und des Breitbandmarkts in Deutschland aber von zentraler Bedeutung", sagte Stöber. Die Gefahr der Remonoplisierung sei heute größer denn je.
Auch eine deutliche Absenkung der Monatsmiete für Teilnehmeranschlussleitungen (TAL) ist für Stöber von zentraler Bedeutung. Eine von der Telekom geforderte Anhebung auf mehr als zwölf Euro sei deutlich zu hoch. Der Regulierer müsse den Preis deutlich senken. Arcor fordert eine Monatsmiete von weniger als acht Euro. Nur so könnten die Kunden in Deutschland auch in Zukunft von einer breiten Dienstepalette, attraktiven Preisen und Produkten profitieren, die den Kunden gegenüber den Angeboten der Telekom einen wirklichen Mehrwert bieten.

(Hayo Lücke)

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