Security

Arabischer Trojaner als Moralapostel

Trojanisches Pferd mit fragwürdigen Erziehungsmaßnahmen

19.09.2005, 16:46 Uhr
Paar mit Laptop© Syda Productions / Fotolia.com

Internetanwender werden künftig Probleme beim Besuchen einschlägiger Websites bekommen, falls ihr Rechner mit dem neuesten Trojaner Yusufali-A infiziert ist. Dieser überwacht mit Argusaugen die Titelleiste des Browsers. Tauchen dort zweideutige Begriffe, wie beispielsweise "Teen", "xx", "Sex" oder "Penis" auf, wird das Fenster minimiert und eine Botschaft aus dem Koran erscheint. Egal ob es sich dabei um eine medizinsche oder eine nicht jugendfreie Webseite handelt.
Spasstrojaner
Die Minimierung des Fensters ist jedoch erst der Anfang eines Prozesses, der die Autentizität des Trojaners in Frage stellt. Denn anders als andere Malware, hat dieser Trojaner laut SophosLabs nicht die Absicht Daten zu stehlen oder ernsthaft Schaden anzurichten. Bleibt das Browserfenster aber geöffnet zeigt Yusufali-A weiterhin Botschaften an. Wer sich hier uneinsichtig zeigt, bekommt zudem noch eine Schaltfläche mit der Aufschrift "For Exit Click Here" angezeigt.
Zu Spät
Bewegt der User nun die Maus verwandelt sich die Schaltfläche in vertikale Balken und sperrt den Mauszeiger dahinter ein. Nun hat man die Wahl zwischen "LogOff", "ShutDown" und "Restart". Egal wie die Entscheidung des Users aussehen mag, der Trojaner entscheidet sich immer für das Abmelden des Rechners.

(Benjamin Windhoff)

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