Neues iPhone

Apples iPhone 7: Lohnt der Umstieg?

Der Kultkonzern Apple hat endlich das iPhone 7 (Plus) gezeigt. Was hat sich gegenüber den Vorgängern alles geändert und lohnt sich ein Wechsel?

Marcel Petritz, 08.09.2016, 12:38 Uhr
Apple iPhone 7© Apple Inc.

Cupertino - Am Mittwoch hat Apple das heiß ersehnte iPhone 7 (Plus) vorgestellt. Wie erwartet, hat der Konzern aus Cupertino seinem Smartphone einige Neuerungen spendiert. Aber lohnt sich der Wechsel?

Leistung

Beim iPhone 7 setzt Apple auf den neuen A10-Fusion-Chipsatz, der statt zwei Kernen wie der Vorgänger vier Kerne bietet. Apple teilt die Kerne in zwei Cluster auf: Zwei Kerne sind weiterhin auf Perfomance ausgelegt, die anderen beiden auf Effizienz. Laut Angaben von Apple soll der A10 bis zu 40 Prozent mehr Leistung bieten und deutlich stromsparender arbeiten. Die Größe des Arbeitsspeichers hat Apple noch nicht bekannt gegeben, 3 GB statt 2 GB wie beim iPhone 6s sind aber durchaus denkbar. Das neue iPhone kann zudem mit bis zu 256 GB Speicher bestellt werden.

Display

Bei den Displays hat sich auf den ersten Blick nicht viel getan, Apple verspricht natürlich bessere Farben und mehr Kontrast - das wird sich erst in der Praxis zeigen. Das iPhone 7 besitzt wie der Vorgänger ein 4,7-Zoll-Display mit 1.334 x 750 Pixeln. Das iPhone 7 Plus ist weiterhin mit einem 5,5 Zoll-Display mit 1.920 x 1.080 Pixeln ausgestattet.

Kamera

Die Kameras beider Smartphones wurden überarbeitet. Das iPhone 7 kommt nun mit einer f/1.8-Blende und einem Blitz mit vier LED-Lichtern. Die wichtigste Neuerung ist aber wohl der optische Bildstabilisator, der in der Oberklasse mittlerweile zur Standardaustattung gehört. Die Auflösung hat sich mit 12 MP allerdings nicht erhöht.

Auch beim großen Modell hat sich etwas getan. Das iPhone 7 Plus bietet nun eine Dual-Kamera, wie es die Konkurrenz von LG und Huawei bereits vorgemacht hat.

Sound

Wie erwartet, hat Apple den 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss beim iPhone 7 in Rente geschickt und setzt nun auf seine eigene digitale Schnittstelle Lightning. Alte Kopfhörer werden so erst einmal unbrauchbar, ein entsprechender Adapter (9 Euro) soll aber für Abhilfe sorgen.

Der digitale Anschluss bietet aber auch Vorteile. Möglich ist beispielsweise eine bessere aktive Dämpfung der Umgebungsgeräusche. Darüber hinaus ist Lightning die Voraussetzung für Apples neue drahtlose In-Ear-Ohrhörer AirPods (179 Euro).

Wasserdicht

Das Gehäuse des Smartphones kann nun eine IP67-Zertifierung aufweisen und macht das neue iPhone wasser- und staubresistent. Einen kurzen Tauchgang kann Apples Flaggschiff also vertragen.

Fazit

Apple hat das iPhone an den richtigen Stellen weiterentwickelt, der Wegfall des Klinkenanschlusses ist zu verkraften. Mehr Pixel wären im Jahre 2016 auf jeden Fall wünschenswert.

Aktuell lohnt sich ein Umstieg für Besitzer eines iPhone 6S eher weniger, da das kleine iPhone 7 ebenfalls keine Dual-Kamera besitzt. Auch der Perfomanceschub wird sich erst später niederschlagen. Lobenswert ist allerdings die IP67-Zertifizerung, die das Smartphone deutlich robuster macht.

Wer ein iPhone 6 nutzt, könnte über einen Wechsel nachdenken. Dieses Modell bietet noch nicht Apples Force-Touch-Technologie, die selbstverständlich auch im neuen iPhone 7 zu finden ist. Zudem könnte die verbaute 8-MP-Kamera und der 1 GB große Arbeitsspeicher ein Upgrade vertragen. Einen ausführlichen Test von Apples neuem Spitzenmodell werden wir bald liefern.

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