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Apple will auch Samsung Galaxy Tab 10.1N stoppen

Das Galaxy Tab 10.1 darf in Australien wieder verkauft werden, in Deutschland bleibt es aber verboten. Abhilfe sollte das jetzt gestartete 10.1N schaffen, doch auch dagegen geht Apple laut "Dow Jones Newswires" vor.

30.11.2011, 10:56 Uhr
Apple© Apple

Apple und Samsung streiten weiter darüber, welcher Tablet-PC welche Patente oder Design-Muster verletzt. Obwohl das Unternehmen aus Cupertino mit der Aufhebung des Verkaufsverbotes für das Galaxy Tab 10.1 auf dem australischen Markt gerade erst einen Rückschlag erleiden musste, geht es in Deutschland weiter unbeirrt gegen das Samsung-Tablet vor. Hierzulande ist das Galaxy Tab 10.1 nach wie vor verboten, weshalb der südkoreanische Hersteller rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft ein Ersatzmodell herausgebracht hat. Auch dieses will Apple jetzt verbieten lassen, wie Dow Jones Newswires berichtet.

Anhörung am 22. Dezember

Das eigens für den deutschen Markt entwickelte Galaxy Tab 10.1N unterscheidet sich äußerlich leicht vom 10.1 und enthält anstelle einer Kamera mit einer Auflösung von 3,0 Megapixeln, ein leicht verbessertes Exemplar mit 3,2 Megapixeln. Doch auch dieses geänderte Design findet dem Bericht zufolge Anstoß bei Apple. Laut "Dow Jones Newswires" soll das Unternehmen beim Landgericht (LG) Düsseldorf eine Einstweilige Verfügung gegen Samsungs Deutschland-Sparte beantragt haben, um den Verkauf des Galaxy Tab 10.1N in der Europäischen Union zu untersagen.

Ob Apple auch gegen den Samsung Mutterkonzern vorgehen möchte oder vorgegangen ist, habe das Landgericht dabei nicht kommentieren wollen. Unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person erwähnt der Bericht aber genau das. Am 22. Dezember soll in Düsseldorf eine erste Anhörung stattfinden. Der Schritt habe aber keine Auswirkungen auf den Vertrieb und Verkauf des überarbeiteten Tablet-PCs, teilte Samsung gegenüber "Dow Jones Newswires" in einem E-Mail-Statement mit.

Das Galaxy Tab 10.1N ist bereits im Handel erhältlich. Die Preise beginnen bei 539 Euro.

(Saskia Brintrup)

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