Preisanstieg

Apple verteuert iPhone und iPad wegen Urheberrechtsabgabe

Zum Jahreswechsel hat Apple die Preise für seine iPhones und iPads in Deutschland um rund 5 Euro beziehungsweise 7 Euro erhöht. Schuld daran ist eine neue Urheberrechtsabgabe für Smartphones und Tablets. Ob nun auch Samsung und andere Hersteller nachziehen, steht noch nicht fest.

Marcel Petritz, 04.01.2016, 10:40 Uhr
Apple iPhone 6s Farben© Apple Inc.

Berlin - Im Dezember haben sich der IT-Branchenverband Bitkom und die ZPÜ ("Zentralstelle für private Überspielrechte") auf Urheberrechtsabgaben für mobile Geräte wie Smartphones oder Tablets geeinigt. Apple hat sich kurzerhand entschlossen, die Mehrkosten an die deutschen Kunden weiterzugeben - seit dem Jahreswechsel kosten iPhones und iPads in Deutschland also ein bisschen mehr.

iPhone 6s wird noch teurer

So kostet das iPhone 6s mit 16 GB Speicher statt 739 Euro nun 744,95 Euro. Für Tablets respektive iPads werden in Zukunft rund 7 Euro mehr veranschlagt. Dabei handelt es sich bereits um reduzierte Sätze, von denen vor allem Bitkom-Mitglieder profitieren. Hersteller, die nicht dazu gehören, müssen nun 6,25 Euro beziehungsweise 8,75 Euro pro Smartphone und Tablet mehr einkalkulieren. Bei dienstlich genutzten Geräten gelten niedrigere Beitragssätze.

Apple hat bereits bestätigt, dass die Preiserhöhung im direkten Zusammenhang mit der Urheberrechtsabgabe steht. Wie andere Hersteller die neuen Mehrkosten umlegen, steht bislang noch nicht fest. Für Computer, MP3-Player, Drucker und Speichermedien werden schon seit Jahren Pauschalabgaben erhoben. Die ZPÜ hatte zuerst deutlich höhere Beitrage verlangt. Für ein Smartphone mit 8 GB Speicher sollten beispielsweise 36 Euro erhoben werden.

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