Privatsphäre

Apple verschiebt Tracking-Schutz in iOS 14 auf nächstes Jahr

Die zum Start von iOS 14 geplanten Anti-Tracking-Schutzmaßnahmen, um die App-übergreifende Datensammelei einzuschränken, hat Apple nun auf 2021 verschoben. Entwickler sollen so mehr Zeit erhalten, ihre Apps anzupassen.

Christoph Liedtke, 04.09.2020, 10:45 Uhr (Quelle: DPA)
AppleDer geplante Tracking-Schutz in iOS 14 ist auf 2021 verschoben.© Apple

Apple verschiebt die Einführung neuer Möglichkeiten, die Datensammlung durch Apps einzuschränken, auf kommendes Jahr. Man wolle dadurch Entwicklern mehr Zeit geben, notwendige Änderungen vorzunehmen, erklärte Apple am Donnerstag. Zuvor war geplant, die Änderungen für iPhone- und iPad-Nutzer im Herbst mit den neuen Versionen der Betriebssysteme der Geräte zu aktivieren. Unter anderem Facebook hatte dagegen protestiert.

Bedrohung für das personalisierte Werbegeschäft

Durch die Neuerungen sollen Nutzer leichter verhindern können, dass Apps und Werbedienste Informationen über ihr Verhalten über die Grenzen einzelner Anwendungen und Websites hinweg sammeln. Um einem Nutzer zu folgen, müssen sie eine Identifikationsnummer kennen. Apples Plan ist, dass jede App die Nutzer für den Zugriff auf diese Nummer um Erlaubnis fragen muss. Facebook warnte davor, dass die Änderung das Werbegeschäft des Online-Netzwerks erschweren würde.

Eine weitere Neuerung in den neuen Versionen der Betriebssysteme wird sein, dass App-Entwickler die Nutzer ausführlicher darüber informieren müssen, welche ihrer Daten gesammelt werden und wofür sie verwendet werden.

Ad-Tracking manuell beschränken

Das App-übergreifende Tracking ist bis einschließlich der aktuellen iOS-Version 13 automatisch aktiviert. Diese sogenannte "interessenbezogene Werbung" lässt sich vom Nutzer aber auch manuell deaktivieren. Die Option findet sich auf iOS-Geräten wie iPhones und iPads unter "Einstellungen" > "Datenschutz" > "Werbung". Dort muss die Option "Ad-Tracking beschränken" aktiviert sein. Es empfiehlt sich außerdem die "Ad-ID zurücksetzen" zu lassen.

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