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Apple: Urgestein Mansfield verlässt die Spitze

Technik-Guru Bob Mansfield verlässt die Führungsspitze. Er reiht sich in die Rige der Spezialprojekt-Betreuer ein - möglicher Weise nicht ganz freiwillig. Quo vadis, Apple?

29.07.2013, 16:39 Uhr (Quelle: DPA)
Apple© Apple

Apple baut weiter seine Firmenspitze um. Technik-Experte und Apple-Urgestein Bob Mansfield hat die Führung verlassen, wird aber an Spezialprojekten weiterarbeiten, wie der Konzern am Montag mitteilte. Offenbar ist unklar, ob der Wechsel auf eigenen Wunsch oder seitens der Geschäftsleitung eingeleitet wurde. Das "Wall Street Journal" (WSJ) berichtet, sein Name sei bereits von Apples Webseite entfernt worden. Mansfield selbst hat sich WSJ zufolge noch nicht dazu geäußert.

Comeback von kurzer Dauer

Ob Mansfield als Chef der Technologie-Gruppe ersetzt wird, ist noch unklar - als möglicher Kandidat gilt der bisherige Technologiechef des Software-Entwicklers Adobe, Kevin Lynch. Offen ist auch, welche Sonderprojekte Mansfield betreuen wird. Apple teilte lediglich mit, er werde direkt Konzernchef Tim Cook unterstellt sein.

Der Hardware-Spezialist Mansfield ist ein Apple-Veteran, der in den vergangenen Jahren unter anderem die Technik im dünnen Laptop MacBook Air und den Umstieg auf Intel-Prozessoren in den Mac-Computern verantwortet hatte. Zuletzt soll seine Abteilung unter anderem an eigenen Chip-Entwicklungen gearbeitet haben und wurde auch mit der angeblich geplanten Apple-Computeruhr iWatch in Verbindung gebracht.

Mansfield wollte bereits im vergangenem Jahr in Ruhestand gehen, kam jedoch nach nur zwei Monaten wieder zurück. Die Gegenleistung war ein Aktienpaket im damaligen Wert von rund 85 Millionen Dollar. Es wurde erwartet, dass Mansfield noch etwas länger bleibt, insbesondere nachdem im vergangenen Herbst der einflussreiche Chef des Mobil-Systems iOS, Scott Forstall, im Anschluss an das Debakel mit dem ersten hauseigenen Kartendienst gehen musste.

Cook erweitert derzeit seine Führungsreihen, unter anderem mit dem Chef des Modelabels Yves Saint Laurent. Für welches Spezialprojekt Paul Deneve angeheuert wurde, ist ebenfalls noch offen.

(Dorothee Monreal)

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