Neue Rekordzahlen

Apple überwindet iPhone-Schwäche im Weihnachtsgeschäft

Die iPhone-Erlöse sind nach längeren Rückgängen im Weihnachtsgeschäft 2019 wieder gestiegen. Zu den Rekordzahlen trugen auch Wearables wie Apple Watch und AirPods bei. Die derzeitige Umsatzprognose fällt wegen des Coronavirus ungewöhnlich breit aus.

Melanie Zecher, 29.01.2020, 10:42 Uhr (Quelle: DPA)
Apple iPhone 11Die iPhone-Geschäfte laufen wieder besser.© Apple Inc.

Nach einem Rekord-Weihnachtsgeschäft mit gut 22 Milliarden Dollar Quartalsgewinn muss Apple gegen Turbulenzen durch das neue Coronavirus ankämpfen. Einige Zuliefererbetriebe befänden sich in der besonders betroffenen Region rund um die Stadt Wuhan, sagte Konzernchef Tim Cook. Es gebe aber alternative Quellen für ihre Produkte. Unklar sei die weitere Entwicklung bei anderen Zulieferern, bei denen die übliche Auszeit zum chinesischen Neujahrsfest zum Teil um eine Woche verlängert worden sei.

Apple reduziert Geschäftsreisen nach China

Der Konzern habe einen Apple Store in China geschlossen und Reisen von Mitarbeitern in das Land reduziert, sagte Cook in einer Telefonkonferenz am späten Dienstag. Auch einige chinesische Einzelhandelspartner hätten Geschäfte geschlossen oder die Öffnungszeiten verkürzt und in die Läden kämen weniger Käufer.

Die Unsicherheit rund um das Coronavirus sei der Grund dafür, dass bei der Umsatzprognose für das laufende Quartal eine ungewöhnlich breite Spanne von 63 bis 67 Milliarden Dollar gewählt worden sei, sagte Apple-Finanzchef Luca Maestri. Das ist aber in jedem Fall ein deutliches Plus im Vergleich zu den 58 Milliarden Dollar Umsatz im Vorjahresquartal.

iPhone-Geschäft wieder im Aufwind

Im jüngsten Weihnachtsquartal überwand Apple unterdessen die längere Schwäche im iPhone-Geschäft und schloss es mit Rekordzahlen ab. Der Quartalsgewinn erreichte 22,2 Milliarden Dollar (20,12 Mrd Euro) nach knapp 20 Milliarden Dollar ein Jahr zuvor. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um neun Prozent auf 91,8 Milliarden Dollar.

Beim iPhone, dem mit Abstand wichtigsten Produkt des Konzerns, gab es nach einigen Quartalen mit Rückgängen ein deutliches Umsatzplus von 7,6 Prozent auf knapp 56 Milliarden Dollar. Apple macht keine Angaben zur Anzahl der verkauften Geräte mehr. Im vergangenen Herbst waren zum Teil teurere neue Modelle auf den Markt gekommen.

Wearables überholen Mac-Computer

Eine tragende Säule des erfolgreichen Weihnachtsquartals waren die kleinen tragbaren Geräte wie die Computer-Uhr Apple Watch und die AirPods-Ohrhörer sowie das Abo-Geschäft mit Diensten.

Das Geschäft der Sparte mit den Wearables schoss um fast 37 Prozent auf gut zehn Milliarden Dollar hoch. Es hat damit erstmals den Umsatz mit Mac-Computern überholt, der auf 7,1 Milliarden Dollar zurückging. Apple hatte in der Weihnachtszeit neben einer neuen Watch-Generation auch eine verbesserte - und teurere - Pro-Version der AirPods herausgebracht.

500 Millionen Abo-Kunden angepeilt

Bei den Services wie Apple Music oder dem iCloud-Speicher gab es ein Plus von rund 17 Prozent auf 12,7 Milliarden Dollar. Apple hat nun 480 Millionen Abo-Kunden. Das Ziel von 500 Millionen Kunden werde nun im laufenden Vierteljahr erreicht, sagte Maestri. Zum Jahresende will Apple nun 600 Millionen Abo-Kunden haben. Das Geschäft mit iPad-Tablets schrumpfte unterdessen um elf Prozent auf knapp sechs Milliarden Dollar.

Im Weihnachtsgeschäft 2018 hatte Apple einen ungewöhnlichen Rückschlag mit einem Umsatzrückgang erlitten. Der Konzern machte dafür vor allem eine Abschwächung im China-Geschäft verantwortlich. Jetzt legten die Erlöse in China von 13,2 auf 13,6 Milliarden Dollar zu.

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