Apple-Event

Apple stellt neues iPad Pro und MacBook Air vor

Apple hat bei seinem Event in New York ein neues MacBook Air vorgestellt sowie das neue iPad Pro in zwei Größen. Das iPad bekommt einen USB-C-Anschluss verpasst und setzt zum Entsperren auf die Gesichtserkennung mit FaceID.

Apple iPad Pro  (2018)Das neue iPad Pro wurde auf dem Apple-Event präsentiert.© Apple Inc.

New York - Beim neuen iPad Pro ersetzt Apple - ähnlich wie bei den neuen iPhones - den Fingerabdruck-Scanner durch die Gesichtserkennung FaceID. Durch die schmaleren Ränder um den Bildschirm ist vor allem das Gehäuse der größeren iPad-Pro-Version mit 13-Zoll-Display deutlich kompakter geworden und hat jetzt in etwa die Abmessungen eines DIN-A4-Blatts. Das neue iPad bekam auch einen neuen leistungsstarken Chip auf Basis des A12-Prozessors aus den aktuellen iPhones. Das iPad sei damit schneller als 92 Prozent der in den vergangenen zwölf Monaten verkauften Notebooks.

Apple iPad Pro 2018

Apple iPad Pro 12.9 LTE

  • Betriebssystem iOS
  • 12 Megapixel-Kamera
  • 12,9 Zoll Retina-LCD Display
  • bis zu 1000 GB Speicher

Apple wechselt auf USB-C

Der neue Apple-Stift zum Zeichnen auf dem iPad-Bildschirm kann magnetisch an der Kante des Geräts haften - und wird dabei auch kabellos nachgeladen. Wie bereits in Berichten von Medien und Analysten in Aussicht gestellt, wurde der vom iPhone bekannte "Lightning"-Anschluss durch USB-C wie bei den neuen MacBooks ersetzt. Damit wird man zum Beispiel auch ein iPhone aus der Batterie eines iPad Pro nachladen können.

Varianten und Preise

Das neue iPad Pro ist in zwei Größen zu haben, mit einer Diagonale von 11 bzw. 12,9 Zoll. Das Tablet in Grau oder Silber wird wahlweise mit 64 GB, 256 GB und 512 GB und sogar einem Terabyte Speicher angeboten. Preise beginnen bei 799/949 US-Dollar für das kleinere Modell und bei 999/1.149 US-Dollar für das größere iPad Pro (jeweils mit WLAN bzw. WLAN+Mobilfunk). Die Auslieferung startet am 7. November.

Apple iPad Pro 2018

Apple iPad Pro 11.0 LTE

  • Betriebssystem iOS
  • 12 Megapixel-Kamera
  • 11 Zoll Retina-LCD Display
  • bis zu 1000 GB Speicher

Tablets werden nicht so schnell ersetzt wie Handys

Apple musste in den vergangenen Jahren feststellen, dass der Tablet-Markt anders funktioniert als das Smartphone-Geschäft. Die iPads sind zwar die populärsten Tablet-Computer, doch der Markt insgesamt wurde nicht so groß, wie anfangs erwartet. Nachdem Gründer Steve Jobs 2010 das erste iPad-Modell vorstellte, zogen die Verkäufe zunächst steil an, das bisher beste Quartal gab es im Weihnachtsgeschäft 2013 mit gut 26 Millionen verkauften Geräten.

Allerdings stellte sich auch heraus, dass die Nutzer ihre iPads deutlich seltener ersetzen als iPhones. Zudem sehen viele mit immer größer werdenden Smartphone-Bildschirmen keinen Bedarf für ein weiteres Gerät. Zuletzt wurden im Ende Juni beendeten Quartal rund 11,5 Millionen iPads verkauft. Cook betonte zugleich, dass Apple im vergangenen Jahr mehr iPads verkauft habe als die führenden PC-Hersteller Notebooks absetzen konnten.

Einstiegs-MacBook wird aufgerüstet

Apple MacBook Air 2018 Das neue MacBook Air.© Apple Inc.

Apple hat auch sein in die Jahre gekommenes Einstiegs-Laptop MacBook Air grunderneuert. Die neue Version des populären Notebooks bekam einen drastisch verbesserten Bildschirm mit höherer Auflösung sowie einen Fingerabdruck-Scanner, der bisher teureren Pro-Modellen vorbehalten war. Zugleich steigt der Startpreis in Europa von 1.099 auf 1.349 Euro. Als weitere Neuheit stellte Apple eine neue Version seines auf Profi-Nutzer ausgerichteten Tablet-Computers iPad Pro, bei der der Bildschirm fast die gesamte Frontseite ausfüllt.

Das Gehäuse des neuen Air-Modells wird erstmals komplett aus recyceltem Aluminium hergestellt. Damit untermauert Apple seinen Anspruch, möglichst umweltfreundlich zu sein.

Als Apple-Gründer Steve Jobs vor gut einem Jahrzehnt das erste MacBook Air publikumswirksam aus einem Papierumschlag zog, war es ein revolutionäres Design, das die Richtung für den Laptop-Markt vorgab. Zuletzt wirkte das Air in Apples Produktpalette aber wie ein Relikt aus einer anderen Ära, weil viele Hardware-Komponenten veraltet waren.

MacBook Air: Der meistverkaufte Mac

Die Mac-Verkäufe sanken in dem Quartal im Jahresvergleich um 13 Prozent auf 3,7 Millionen Geräte. Das lag auch daran, dass das MacBook Air an Attraktivität verlor. Nach Einschätzung von Analysten war das Air aber - wohl auch dank des günstigen Preises - nach wie vor der meistverkaufte Mac-Computer. Damit ist es für Apples Position im Notebook-Geschäft extrem wichtig, mit der Erneuerung des MacBook Air den Nerv der Nutzer zu treffen.

Insgesamt gibt es inzwischen weltweit 100 Millionen aktive Mac-Nutzer, wie Konzernchef Tim Cook bei dem Event in New York am Dienstag sagte.

Apple Mac Mini 2018 Nach mehreren Jahren noch mal aktualisiert: Der neue Mac mini.© Apple Inc.

Neuer Mac mini vorgestellt

Als weitere Neuheit stellte Apple eine komplett neu entwickelte Version des kleinen Desktop-Rechners Mac mini vor, der mehrere Jahre nicht aktualisiert wurde. Auch hier kommt der Aluminium-Teil des Gehäuses komplett aus dem Recycling, bei den Plastik-Elementen liegt der Anteil immerhin bei 60 Prozent.

Melanie Zecher / Quelle: DPA

Lesen Sie alles Wichtige von onlinekosten.de - auf Wunsch per WhatsApp direkt auf dem Handy. Whatsapp-Newsletter Wöchentlichen Newsletter
Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang